Russland meldet Angriffe auf Frachtschiffe und Hafeninfrastruktur in der Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben Frachtschiffe und Infrastrukturziele in der Ukraine bombardiert. Betroffen waren unter anderem Standorte in Kiew, Odessa und am Donauhafen Kilija.
Ziele in mehreren Regionen attackiert
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums trafen die Angriffe ein Datenzentrum in Kiew, Logistikzentren in den Regionen Kiew und Odessa sowie zwei Drohnenlager in Mykolajiw. Zudem seien das Hauptquartier eines Marinestützpunktes, die Zentrale des staatlichen Grenzschutzdienstes der Ukraine und militärische Lager im Hafen von Kilija getroffen worden. Auch ein Frachtschiff, das militärische Güter und Güter mit zweifachem Verwendungszweck in den Hafen von Odessa transportierte, sei getroffen worden, wie gCaptain berichtet.
Später am Sonntag erklärte das Ministerium, im Tagesverlauf eine weitere Reihe von Angriffen durchgeführt zu haben. Dabei seien zwei Datenzentren in Kiew, ein Logistikzentrum in Odessa sowie ein weiteres Frachtschiff mit Kurs auf Odessa getroffen worden. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.
Treffer bei Mobilfunkanbieter und Bedeutung der Donauhäfen
Kyivstar, der größte ukrainische Mobilfunkanbieter, teilte lokalen Medien mit, dass seine Zentrale getroffen worden sei, es jedoch keine Opfer gebe. Die Angriffe setzen eine Serie russischer Attacken auf die ukrainische Hafeninfrastruktur am Schwarzen Meer und an der Donau fort. Diese Angriffe haben seit Kriegsbeginn wiederholt den Transport von Getreide und Stückgut aus Odessa und den Donauhäfen gestört. Der Ort Kilija liegt an der Donau nahe der rumänischen Grenze und diente als eine der Ausweichrouten für ukrainische Exporte, wenn Tiefseehäfen unter schwerem Beschuss standen.