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Somalische Sicherheitskräfte befreien gekaperten Tanker „Sibu 1“

Einsatzkräfte im somalischen Puntland haben den Produkttanker „Sibu 1“ aus den Händen von Piraten befreit. Drei weitere Schiffe befinden sich vor der afrikanischen Küste jedoch weiterhin in der Gewalt von Entführern.

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Somalische Einsatzkräfte haben den gekaperten Produkttanker „Sibu 1“ aus der Gewalt von Piraten befreit und mehrere Angreifer festgenommen. Nach Angaben der Behörden befinden sich jedoch weiterhin drei entführte Schiffe in der Region vor der Küste Somalias in der Hand von Piraten. Insgesamt wurden zwischen April und August dieses Jahres sechs Schiffe von Piraten übernommen.

Befreiungsaktion und Hintergründe zur „Sibu 1“

Die Navy und die Maritime Police Force der somalischen Region Puntland teilten mit, dass der Produkttanker „Sibu 1“ im Rahmen eines geplanten 48-stündigen Einsatzes befreit worden sei. Der lokale Nachrichtendienst Daily Somalia berichtete hingegen von schweren Kämpfen vor der Küste von Mudug, bei denen drei Menschen getötet und mehrere verletzt wurden, wie das Magazin The Maritime Executive meldet. Die „Sibu 1“ war am 20. August etwa 136 Seemeilen östlich von Al Mukalla vor der Küste des Jemen von sechs Personen geentert und in Richtung Somalia gesteuert worden. Zur 20-köpfigen Besatzung gehören 16 indische und vier arabische Staatsangehörige. Der 32.238 dwt große Tanker, der 2001 gebaut wurde und auch unter dem Namen „Seamul“ bekannt ist, stand im Dezember 2025 unter US-Sanktionen und gab fälschlicherweise an, in Eritrea registriert zu sein.

Weitere Vorfälle und befreite Frachter

Vor der Rettung der „Sibu 1“ gab es bereits andere Zugriffe in der Region. Am 11. September wurde das unter der Flagge von St. Kitts und Nevis fahrende Frachtschiff „Sward“ nach 138 Tagen Kaperung freigegeben, nachdem Lösegeld gezahlt worden war. Ende August befreiten türkische Kommandos gemeinsam mit somalischen Kräften das unter kamerunischer Flagge fahrende Frachtschiff „Lufut“, wobei zwischen vier und sechs Piraten getötet wurden. Am 10. September scheiterte zudem ein Kaperungsversuch auf das Schiff „Glamor“ südwestlich des Jemen, da sich die Besatzung verschanzte und EU-Kräfte Präsenz zeigten.

Drei Schiffe weiterhin in der Hand von Piraten

Das Maritime Security Centre Indian Ocean (MSCIO) verfolgt weiterhin die Lage von drei Schiffsbesatzungen, die sich nach wie vor in der Gewalt von Piraten befinden. Dabei handelt es sich um die Schiffe „Honour 25“, „Eureka“ und „Asana“. Trotz Berichten über diplomatische Bemühungen und Verhandlungen verbleiben die Besatzungen vor der somalischen Küste in den Händen der Entführer.

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