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Offene Luke führte zu tödlichem Schiffsunglück vor den Falklandinseln

Nach dem Untergang des Langleinenfischers Argos Georgia im Jahr 2024 liegt nun der Ermittlungsbericht vor. Bei der Katastrophe kamen 13 Menschen ums Leben.

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Ein unerwartetes Öffnen einer Hol-Luke bei schwerer See hat im Jahr 2024 zum Wassereinbruch und dem anschließenden Untergang des Fischereifahrzeugs Argos Georgia geführt. Bei dem Unglück vor den Falklandinseln kamen 13 der 27 Personen an Bord ums Leben, während 14 gerettet werden konnten. Dies geht aus dem abschließenden Untersuchungsbericht der britischen Untersuchungskommission für Seeunfälle (MAIB) hervor.
Der auf St. Helena registrierte Langleinenfischer befand sich am 22. Juli 2024 auf der Fahrt von Port Stanley zu Fanggründen in der Nähe von Südgeorgien. Etwa 190 Seemeilen östlich von Port Stanley öffnete sich während der Fahrt die Hol-Luke an der Steuerbordseite. Das Wasser strömte in den Hol-Raum und breitete sich in weitere Bereiche des Schiffes aus. Dies führte zu einer zunehmenden Schlagseite nach Steuerbord, die die Besatzung nicht unter Kontrolle bringen konnte, woraufhin die Argos Georgia schließlich sank. Wie das Fachportal gCaptain meldet, ergab die Untersuchung der MAIB, dass der manuelle Sicherungsmechanismus der Luke wahrscheinlich nicht angewendet worden war. Nach dem Öffnen der Luke war die Besatzung nicht mehr in der Lage, diese zu schließen. Die Ermittler identifizierten zudem eine zuvor unerkannte Schwachstelle im Antriebsmechanismus der Luke. Der Wassereinbruch wurde durch offene wetterdichte Türen und gefährdete elektrische Systeme verstärkt, während unzugängliche manuelle Steuerungen das Eingrenzen des Wassereinbruchs erschwerten.

Mängel bei den Notfallmaßnahmen

Die Untersuchung deckte auch Mängel bei den Notfallmaßnahmen auf. Die Reaktion der Besatzung auf den Wassereinbruch war unstrukturiert. Verzögerungen bei der Erklärung der Notlage und beim Verlassen des Schiffes verringerten die für eine Rettung verfügbare Zeit. Mangelhafte Evakuierungskontrolle, extremes Wetter und Schäden an den Rettungsinseln erhöhten zudem das Risiko für die Besatzung, dem kalten Wasser ausgesetzt zu sein."This was a tragic accident resulting in the loss of 13 lives", sagte Chief Inspector of Marine Accidents Rob Loder. "Fishing in the remotest and most hostile parts of our oceans requires strict adherence to the maintenance of a vessel's watertight integrity." Loder erklärte, dass bei Auftreten eines Problems "a quick, clear and efficient emergency plan should be executed", und fügte hinzu, dass Ausbildung und Sicherheitsübungen unter solch extremen Umständen die besten Überlebenschancen bieten.

Empfehlungen der Ermittlungsbehörde

Die Ermittlungen zeigten auch Unzulänglichkeiten im landseitigen Management durch den Schiffsbetreiber Argos Froyanes Limited auf, darunter unzureichende Systeme zur Kontrolle sicherheitskritischer Risiken sowie zur Bewertung, Eskalation und Bewältigung von Wassereinbrüchen, Evakuierungen und Notfällen bei schwerem Wetter in abgelegenen Gewässern.Die MAIB empfahl der britischen Seenotrettungs- und Küstenwachenagentur (UK Maritime and Coastguard Agency), ihren Code für Fischereifahrzeuge ab 24 Metern Länge so zu ändern, dass Außenhauttüren über automatische Verriegelungsvorrichtungen verfügen müssen, die diese in geschlossener Position sichern können. Dem Betreiber Argos Froyanes Limited wurde empfohlen, ein dokumentiertes Sicherheitsmanagementsystem auf allen seinen Fischereifahrzeugen einzuführen. Zudem empfahlen die Ermittler der Regierung der Falklandinseln, ihre Kommunikationsfähigkeiten für die maritime Seenotrettung zu verbessern, damit die Behörden direkten und zuverlässigen Kontakt zu Schiffen in Not innerhalb des Such- und Rettungsgebiets der Falklandinseln herstellen können.Die MAIB führte die Untersuchung im Namen der Regierung von St. Helena gemäß dem Category 2 Red Ensign Group Memorandum of Understanding durch. Neben dem Bericht veröffentlichte die MAIB ein Sicherheitsmerkblatt für die Fischereiindustrie, das Lehren aus dem Unfall hervorhebt, einschließlich der Bedeutung der Aufrechterhaltung der Wasserdichtigkeit und der Sicherstellung, dass Notfallverfahren verstanden und geübt werden.

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