Meldung ✓

Milliarden-Abgabe auf See-Exporte: Russland will neue Atomeisbrecher finanzieren

Russland plant eine zehnjährige Sonderabgabe auf Exportfrachten, um den Bau neuer Atomeisbrecher für den Nördlichen Seeweg zu finanzieren. Damit sollen Einnahmen von über 2,35 Milliarden US-Dollar generiert werden.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Atomeisbrecher im Norden? Bei uns reicht gegen das Eis meistens noch ein steifer Steinhäger. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Milliarden-Abgabe auf See-Exporte: Russland will neue Atomeisbrecher finanzieren
Illustration: KI-generiert
Russland plant die Einführung einer neuen Abgabe auf See-Exporte, um den Bau von Atomeisbrechern für den Nördlichen Seeweg zu finanzieren. Durch die Maßnahme sollen mehr als 200 Milliarden Rubel – umgerechnet etwa 2,35 Milliarden US-Dollar – für den Ausbau des Schiffsverkehrs in der Arktis eingenommen werden.
Ein Verordnungsentwurf des Transportministeriums sieht eine Schiffsbauabgabe von 20,07 Rubel pro Tonne Exportfracht vor. Diese Abgabe soll über einen Zeitraum von zehn Jahren erhoben werden und gilt für 27 russische Unternehmen, die Schiffe unter russischer Flagge über die Häfen des Landes betreiben. Die Einnahmen sollen in erster Linie die Konstruktion der atomgetriebenen Eisbrecher „Leningrad“ und „Stalingrad“ des Projekts 22220 abdecken, ohne dass weitere direkte Mittel aus dem Staatshaushalt benötigt werden. Wie Splash 247 berichtet, sind die geschätzten Kosten für die beiden Eisbrecher und ein zugehöriges Unterstützungsschiff von 143 Milliarden Rubel im Jahr 2022 auf aktuell 225,6 Milliarden Rubel gestiegen.

Steigende Kosten und Rettungsschiffe

Zusätzlich könnte die Abgabe die Finanzierung von zwei 7-MW-Notfall- und Rettungsschiffen unterstützen, die wegen des zunehmenden Schiffsverkehrs in der Arktis erforderlich sind. Das Transportministerium warnte, dass das Frachtaufkommen auf dem Nördlichen Seeweg ohne zusätzliche Eisbrecherkapazitäten zurückgehen könnte. Dies betreffe auch Transporte im Zusammenhang mit Projekten von Novatek und Rosneft. Ohne die Erhebung der Abgabe könnten die Eisbrecherdienste die Nutzer nach Berechnungen des Ministeriums schließlich 52 Millionen Rubel pro Tag kosten, was mehr als das Neunfache eines als angemessen erachteten Niveaus darstellt.

Zielvorgaben für den Nördlichen Seeweg

Moskau strebt bis zum Ende des Jahrzehnts ein jährliches Frachtvolumen von 70 Millionen Tonnen auf der arktischen Route an, was etwa einer Verdopplung der derzeitigen Menge entspricht. Der Vorschlag verlagert einen Teil der Kosten für die arktischen Ausbaupläne direkt auf die Exporteure. Dies verdeutlicht, dass die Verfügbarkeit von Eisbrechern weiterhin eines der Haupthemmnisse für die Entwicklung des Nördlichen Seewegs zu einem ganzjährig nutzbaren Schifffahrtskorridor ist.

← alle Meldungen aus Meer

Weitere Meldungen aus Meer