▶ Live hören
Meldung ✓

Italien bestellt zwei hochmoderne Zerstörer für 3,7 Milliarden Euro

Die italienische Marine investiert rund 3,7 Milliarden Euro in die Entwicklung und den Bau von zwei digitalisierten Zerstörern der neuen DDX-Klasse. Die Auslieferung des ersten Schiffes ist für 2033 geplant.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

13.500 Tonnen Verdrängung – die passen in keinen norddeutschen Krabbenkutterhafen. — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Italien bestellt zwei hochmoderne Zerstörer für 3,7 Milliarden Euro
Illustration: KI-generiert
Die italienische Marine treibt die Modernisierung ihrer Streitkräfte voran und hat über die europäische Beschaffungsorganisation OCCAR einen Vertrag über die Entwicklung und den Bau von zwei Zerstörern der neuen DDX-Klasse unterzeichnet. Das Abkommen hat ein Gesamtwolumen von rund 3,7 Milliarden Euro, wovon etwa 1,3 Milliarden Euro auf Optionen entfallen. Die 180 Meter langen Kriegsschiffe sollen die seit 1992 im Dienst befindlichen Zerstörer der Durand-de-la-Penne-Klasse ersetzen.
Der Vertrag wurde mit dem Gemeinschaftsunternehmen Orizzonte Sistemi Navali (OSN) geschlossen, an dem Fincantieri zu 51 Prozent und Leonardo zu 49 Prozent beteiligt sind. Fincantieri übernimmt als Systemintegrator die Entwicklung und Fertigung der Plattform und rechnet mit Einnahmen von rund 1,8 Milliarden Euro, wovon etwa 800 Millionen Euro auf Optionen entfallen. Leonardo ist für das Kampfsystem zuständig und erwartet rund 1,7 Milliarden Euro, wovon etwa 480 Millionen Euro Optionen sind, wie The Maritime Executive berichtet. Eine elektronische Kampfführungssuite wird von der Elt Group beigesteuert.

Technische Daten und Zeitplan

Die Zerstörer der DDX-Klasse besitzen eine Verdrängung von 13.500 Tonnen, eine Reichweite von 4.000 Seemeilen und werden mit einer Besatzung von 251 Personen betrieben. Der Auftrag für das erste Schiff wurde erteilt und die Auslieferung ist für das Jahr 2033 vorgesehen. Das zweite Schiff ist derzeit als Option eingeplant und soll 2035 geliefert werden.

Digitalisierung und Waffensysteme

Fincantieri und Leonardo bezeichnen die Schiffe als hochentwickelte neue Generation für komplexe Einsatzbedingungen. Die Einheiten nutzen das Navis-Sapens-Konzept von Fincantieri und verfügen über eine starke Anbindung an das Festland sowie eine umfassende Systemdigitalisierung. Ausgestattet mit einem elektronischen Gehirn, das das Schiff „thinking“ mache, sollen Daten aller Bordsysteme intelligent erfasst, verknüpft und für operative Entscheidungen genutzt werden.
Das Kampfsystem stützt sich auf ein voll digitales S-Band AESA-Radar der neuen Generation sowie ein Waffensystem von MBDA. Damit verfügen die Einheiten über IAMD-Fähigkeiten (Integrated Air and Missile Defence) zur Abwehr von Raketen, ballistischen Bedrohungen und Hyperschallwaffen.

← alle Meldungen aus Meer

Weitere Meldungen aus Meer