Saudi Aramco nimmt strategische Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriff teilweise wieder in Betrieb
Nach einem Drohnenangriff läuft der Betrieb auf der saudischen Ost-West-Pipeline wieder mit reduzierter Kapazität. Die Wiederaufnahme des Öltransports hat die weltweiten Ölpreise spürbar gesenkt.
Branchenkreise bestätigten gegenüber Reuters, Bloomberg und der Financial Times, dass die Ost-West-Pipeline ihren Betrieb mit verringerter Kapazität wieder aufgenommen hat oder dies in Kürze tun wird. Das vorläufige Ziel besteht darin, eine Transportmenge von etwa vier Millionen Barrel pro Tag zu erreichen. Diese Menge reicht aus, um Saudi-Arabiens eigene Raffinerien entlang des Roten Meeres zu versorgen und einen kleinen Überschuss bereitzustellen. Am zentralen Exporthub in Yanbu wurde nach Angaben von Reuters bereits eine erste Verladung von Rohöl für den Export angesetzt.
Wiederherstellung der vollen Kapazität dauert bis zu sechs Wochen
Die Wiedererlangung der regulären Gesamtkapazität der Pipeline von sieben Millionen Barrel pro Tag könnte bis zu sechs Wochen dauern, da drei beschädigte Pumpstationen wiederhergestellt werden müssen. Die verbleibenden acht Stationen reichen zusammen mit neu verbundenen, provisorischen Leitungsabschnitten aus, um das Rohöl mit reduzierter Geschwindigkeit zu befördern.Die Ost-West-Pipeline ist das wichtigste Mittel des Königreichs, um Rohöl von den östlichen Ölfeldern an die Küste des Roten Meeres zu transportieren und dabei die Straße von Hormus zu umgehen. Die Verfügbarkeit der Pipeline wird an den Tankermärkten genau beobachtet, da sie als Indikator dafür gilt, wie viel saudisches Rohöl die Weltmärkte ohne eine Passage der umkämpften Seestraße erreichen kann.