Neues DLR-Forschungsschiff „Modularis“ in Flensburg vom Stapel gelaufen
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat den Rumpf der neuen Technologieplattform „Modularis“ auf der FSG-Werft zu Wasser gelassen. Der Endausbau für Tests alternativer Antriebe erfolgt in Bremerhaven.
Das Schiff weist eine Länge von 48 Metern sowie eine Breite von 11,5 Metern auf. Wie das Fachmagazin Schiff & Hafen berichtet, wird das Schiff in den kommenden Wochen über den Nord-Ostsee-Kanal zur Lloyd Werft nach Bremerhaven geschleppt, wo der Innenausbau und die technische Installation stattfinden.
In dieser zweiten Phase wird das Wasserfahrzeug für Forschungszwecke mit alternativen Antriebssystemen, Sensorik, Kommunikations- und Navigationssystemen, Automatisierungskomponenten und Batteriesystemen ausgerüstet. Das modulare Design soll es dem DLR ermöglichen, die Ausrüstung zwischen einzelnen Projekten auszutauschen und neu zu konfigurieren, anstatt den Rumpf auf einen einzigen Forschungszweck festzulegen.
Einsatzbereiche und beteiligte Werften
Nach der Fertigstellung soll die Modularis eingesetzt werden, um klimaverträgliche Antriebskonzepte, autonome Systeme und Anwendungen in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung zu erproben. Der Testbetrieb ist für die Nordsee, die Ostsee und das Mittelmeer geplant, wobei einzelne Einsätze bis zu sieben Tage dauern.
Das Projekt führt zwei deutsche Werften mit langer Geschichte im Spezialschiffbau zusammen: die FSG in Flensburg für den Rumpf und die Lloyd Werft in Bremerhaven für den Ausbau. Dies erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Unternehmen daran arbeiten, sich eine stabile Auftragslage zu sichern.