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Milliardenauftrag im Containerseffbau: CMA CGM plant Bau von zwölf Megamax-Schiffen

Die französische Reederei CMA CGM steht offenbar vor der Bestellung von zwölf riesigen Containerschiffen in China. Auch der Konkurrent Maersk bereitet umfangreiche Neubauprogramme vor.

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Schon wieder neue Riesenschiffe? Da braucht man ja eine größere Kaffeetasse auf dem Kutter. — Rocky, Chefkolumnist
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Die französische Containerreederei CMA CGM plant offenbar den Bau von zwölf weiteren Megamax-Containerschiffen mit jeweils 24.000 TEU Kapazität bei der chinesischen Werft Yangzijiang Shipbuilding. Das Investitionsvolumen des Projekts wird auf rund drei Milliarden US-Dollar geschätzt. Auch die konkurrierende Reederei Maersk verhandelt laut Branchenberichten über eine große Order neuer Ultra-Großschiffe.
Der Schiffsmakler MB Shipbrokers brachte die chinesische Werft Yangzijiang mit einem Bauprojekt über zwölf Schiffe für eine ungenannte führende Linienreederei in Verbindung. Wie die Branchenseite Splash247 berichtet, identifizierte der Analyst Alphaliner das von Rodolphe Saadé geführte Unternehmen CMA CGM als wahrscheinlichsten Auftraggeber und gab an, dass bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet worden sei. Bislang haben weder die in Marseille ansässige Reederei CMA CGM noch die an der Börse in Singapur notierte Werft das Geschäft offiziell bestätigt. Die Schiffe sollen mit einem LNG-Dual-Fuel-Antrieb ausgestattet sein und in den Jahren 2029 sowie 2030 ausgeliefert werden. Schätzungen aus dem Markt beziffern den Preis pro Schiff auf etwa 245 bis 250 Millionen US-Dollar.

Auftragsaufbau bei Yangzijiang Shipbuilding

CMA CGM sondiert bereits seit mehreren Monaten den Markt für eine weitere Serie von Megamax-Frachtern. Ein erneuter Auftrag bei Yangzijiang würde direkt an ein bestehendes Programm anknüpfen: Im Jahr 2023 hatte die Reederei dort zehn LNG-betriebene Einheiten mit je 24.212 TEU geordert. Das erste Schiff dieser Reihe, die CMA CGM Notre Dame, wurde im Mai abgeliefert, gefolgt von der CMA CGM Pantheon im Juli. Die verbleibenden acht Schiffe sollen bis März 2028 folgen. Die 400 Meter langen, von MARIC entworfenen Frachter kommen auf dem Asien-Europa-Netzwerk zum Einsatz.
Sollte die neue Bestellung bestätigt werden, würde CMA CGM schließlich über 35 LNG-betriebene Megamax-Schiffe in drei verwandten Serien verfügen. Die ersten neun Einheiten der 23.000-TEU-Klasse traten 2020 und 2021 in Dienst, gefolgt von vier größeren Einheiten für 2025 und 2026. Mit den zusätzlichen zwölf Schiffen ließen sich rund drei vollständige Fernost-Europa-Liniendienste bestücken. Zudem würde die Order das Ausbauprogramm der Reederei weiter vorantreiben, die im Begriff ist, Maersk beim betriebenen Flottenvolumen einzuholen. Alphaliner bezifferte die betriebene Flotte von CMA CGM zuletzt auf rund 4,4 Millionen TEU gegenüber etwa 4,7 Millionen TEU bei Maersk.

Auch Maersk plant umfangreiche Aufstokung

Für die Werft Yangzijiang würde der Auftrag eine Rückkehr in das Segment der 24.000-TEU-Schiffe nach einer dreijährigen Pause bedeuten. Das private chinesische Unternehmen ging mit einem Auftragsbestand von 256 Schiffen im Wert von 22,4 Milliarden US-Dollar in die zweite Hälfte des Jahres 2026, darunter 151 Containerschiffe. Die Ablieferungsplätze für 2029 sind dort nahezu ausgebucht.
CMA CGM ist jedoch nicht der einzige Akteur mit Großbestellungen. Maklerberichten zufolge bereitet auch Maersk ein Programm über rund 40 LNG-Dual-Fuel-Schiffe vor, darunter etwa 20 Einheiten mit mindestens 24.000 TEU sowie weitere 20 Schiffe in der Größe von 18.000 bis 20.000 TEU. Die Verträge könnten bis Oktober unterzeichnet werden, wobei Auslieferungen ab 2029 vorgesehen sind. Zudem habe Maersk Optionen für sechs weitere 18.600-TEU-Schiffe bei New Times Shipbuilding für 2030 ausgeübt. Maersk hat dieses Gesamtprogramm bislang nicht öffentlich bestätigt.

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