US-Küstenwache investiert 173,7 Millionen Dollar in Stützpunkt Seattle
Die US-Küstenwache baut die Infrastruktur der Base Seattle für eine neue Generation von Polareisbrechern aus. Allerdings hinken die Fristen für den Bau der Schiffe dem Zeitplan des Hafenausbaus stark hinterher.
Der von der Küstenwach-Dienststelle Facilities Design and Construction Center vergebene Auftrag für die Phase 1B ging an das Unternehmen The Whiting-Turner Contracting Company, wie gCaptain berichtet. Die Arbeiten umfassen den Bau einer neuen Pier am Liegeplatz Slip 36B, strukturelle Verbesserungen, Ausbaggerungen sowie die Erneuerung von Versorgungs- und Elektroleitungen. Durch die Phase 1B entstehen zwei modernisierte Liegeplätze für große Cutter, die für Polar Security Cutter ausgelegt sind. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Haushaltsausgleichs für das Geschäftsjahr 2025. Die Base Seattle dient als zentraler Stützpunkt für den Einsatz, die Wartung, die Logistik und das Personal regionaler wie nationaler Missionen.
„Modernizing Base Seattle is critical to ensuring our Coast Guard has the infrastructure required to support the next generation of cutters and the missions they will perform in the Arctic and across the Pacific“, erklärte Vice Commandant Adm. Thomas G. Allan Jr.
Zeitplan und Verzögerungen beim Schiffsbau
Der neuste Auftrag schließt an die erste Phase der Modernisierung an, die im September 2025 vergeben wurde. Diese als Phase 1A bezeichneten Arbeiten sind aktuell zu 26 Prozent abgeschlossen. Die Phasen 1A und 1B sollen im Geschäftsjahr 2029 fertiggestellt werden, während sich Phase 1C noch in der Planung befindet. Die Küstenwache geht davon aus, dass die ersten drei Phasen im Jahr 2030 abgeschlossen sein werden, um die Ankunft des ersten Polar Security Cutters zu unterstützen.Dieser Zeitplan liegt jedoch weit vor der jüngsten Regierungsschätzung für das Schiff selbst. Ein im Juli veröffentlichter Bericht des Government Accountability Office prognostiziert die Auslieferung des ersten Polar Security Cutters erst für März 2033 – fast ein Jahrzehnt später als ursprünglich geplant. Das Government Accountability Office warnte, dass ungelöste Bau- und Arbeitskräterisiken den Zeitplan weiter verzögern könnten. Das erste Schiff soll voraussichtlich rund 3,4 Milliarden US-Dollar kosten, während die Gesamtsumme für das Programm aus drei Schiffen auf über 6 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Die volle Einsatzbereitschaft wird laut Schätzungen des Government Accountability Office erst 2039 erreicht.