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Maersk führt Notfallzuschlag für Frachten in die Golfregion ein

Wegen der Lage im Nahen Osten erhöht Maersk die Gebühren für Containerlieferungen in mehrere Golfstaaten um 500 US-Dollar. Auch in anderen Frachtbereichen steigen die Treibstoff- und Notfallaufschläge.

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Schifffahrt kost' Geld. Wer am Golf entladen will, legt nun eben noch was drauf. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Reederei Maersk hat einen neuen Zuschlag für Container angekündigt, die für die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Katar, Kuwait und den Irak bestimmt sind. Die Gebühr beträgt 500 US-Dollar pro Container und gilt für Vertragsbuchungen von Trocken-, Kühl- und Spezialcontainern. Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich Buchungen aus Ostasien, wie Seatrade Maritime News berichtet.
Der Zuschlag namens „Emergency Operational Cost Recovery Surcharge“ wird zusätzlich zu bestehenden Aufschlägen, lokalen Gebühren und Ausfallgebühren erhoben. Für Frachten in die Vereinigten Arabischen Emirate greift die Abgabe ab dem 15. September, für regulierte Länder ab dem 9. Oktober. Container nach Bahrain, Katar, Kuwait und in den Irak werden ab dem 17. September beziehungsweise ab dem 11. Oktober für regulierte Länder mit der Gebühr belegt. Als regulierte Länder gelten die USA, Guam, Amerikanisch-Samoa, die Amerikanischen Jungferninseln, Kolumbien, Puerto Rico und Brasilien.

Änderungen bei Transportrouten und Frachtraten

Aufgrund der sich rasch verändernden Situation im Nahen Osten passt das Unternehmen auch Frachtrouten an. Sendungen mit dem eigentlichen Ziel Khor Fakkan an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate werden stattdessen in Fujairah gelöscht und per gebundenem Landtransport nach Jebel Ali in Dubai gebracht. Der neue Aufschlag ergänzt die Anfang März angekündigten Notfallfrachtraten für Ladungen von oder zu Häfen im Irak, in Kuwait, Saudi-Arabien (Dammam und Jubail), Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman (mit Ausnahme von Salalah). Diese Raten belaufen sich auf 1.800 US-Dollar pro 20-Fuß-Container, 3.000 US-Dollar pro 40-Fuß-Container sowie 3.800 US-Dollar für Kühl-, Spezial- und Gefahrgutcontainer. Im Juli führte Maersk zudem einen Zuschlag von 1.000 US-Dollar pro Container für Transporte durch die Straße von Hormus ein. Dieser deckt laut einer Mitteilung aus dem August zusätzliche Kosten wie Versicherungsprämien und Risikoentschädigungen für Besatzungen ab und ersetzt separat berechnete Kosten für Landbrücken-Lösungen.

Weltweite Auswirkungen auf Transportkosten

Die Störungen im Nahen Osten schlagen sich auch weltweit nieder. Über einen „Emergency Bunker Surcharge“ entstehen Zusatzkosten zwischen 100 US-Dollar für einen 20-Fuß-Trockencontainer im Intra-Handel und bis zu 600 US-Dollar für einen 40-Fuß-Kühlcontainer auf Langstrecken-Hauptrouten. Außerhalb des Seeverkehrs erhebt Maersk einen Luftfracht-Treibstoffzuschlag von mindestens 15 Prozent der Transportrate, gebunden an Marktindizes. Zudem führte das Unternehmen für Binnentransporte in den nordischen Ländern einen Notfallzuschlag für Treibstoff und Energie von bis zu 20 Prozent für „Store Door“-Lieferungen ein. In Nordmazedonien stieg der Lkw-Treibstoffzuschlag von Maersk ab dem 14. September auf 25 Prozent.

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