Ermittlungen nach Tod von Seeleuten: Küstenwache durchsucht Reederei-Räume in Südkorea
Nach dem Kentern des Schleppers TNS Catcher vor Busan hat die südkoreanische Küstenwache mehrere Firmen durchsucht. Bei dem Unglück kam mindestens ein Mensch ums Leben, sechs weitere werden noch vermisst.
Die südkoreanische Küstenwache in Busan hat nach dem Kentern des Schleppers TNS Catcher Durchsuchungen bei mehreren Unternehmen durchgeführt. Bei dem Vorfall am 2. September kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, sechs weitere Personen werden vermisst. Lediglich der Koch des Schiffes konnte gerettet werden.
Ermittler sichern Unterlagen bei sechs Firmen
Die Küstenwache von Busan setzte 41 Ermittler ein, um Unterlagen bei sechs Unternehmen sowie einem Schifffahrtsverband zu durchsuchen und sicherzustellen, wie The Maritime Executive berichtet. Der 444 Bruttoregistertonnen große Schlepper TNS Catcher kenterte während einer Assistenzfahrt für das unter liberianischer Flagge fahrende Containerschiff MSC Ikaria VI. Das Schiff sank etwa 5,5 Seemeilen vor Busan in einer Wassertiefe von 87 Metern.
Untersuchung von Sensordaten und Videoaufnahmen
Im Rahmen der Nachforschungen überprüfen die Ermittler die Geschwindigkeit und die Wendegeschwindigkeit des Containerschiffs. Zudem wird die aufgetretene Kraft auf das Schleppseil analysiert. Zur Rekonstruktion des Unfallhergangs greifen die Behörden auf AIS-Daten, Sprachaufzeichnungen und Material aus Überwachungskameras zurück.
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