Große Eisinsel driftet nach Kollision in die Nares-Straße
Vom grönländischen Petermann-Gletscher hat sich eine über 76 Quadratkilometer große Eisinsel gelöst. Trotz eines Zusammenstoßes mit einer Felsinsel blieb der Eisberg intakt und bedroht nun Schifffahrtswege in der Arktis.
Ausweichen war wohl nicht drin – aber der Felsen hat den Kürzeren gezogen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Eine etwas mehr als 76 Quadratkilometer große Eisinsel ist am 4. August vom grönländischen Petermann-Gletscher abgebrochen. Es handelt sich um den größten Abbruch an dieser Stelle seit dem Jahr 2012. Nach einer Kollision mit einem Felsvorsprung driftet die Eismasse nun weiter nach Südwesten und bedroht die arktische Schifffahrt. Die Eisinsel bewegte sich nach ihrem Abbruch zunächst mit einer Geschwindigkeit von etwa drei Kilometern pro Tag den Fjord hinab. Satellitenbilder vom 23. und 24. August zeigen schließlich, dass das Gebilde auf den Felsvorsprung von Joe Island traf. Im Gegensatz zur Petermann-Eisinsel aus dem Jahr 2010 überstand die aktuelle Eismasse den Zusammenstoß ohne weitere Zerteilung.
Winde und Strömungen treiben Eismasse weiter
Winde und Strömungen haben die Eisinsel seit der Kollision nach Südwesten in die Nares-Straße getrieben, wie die NASA berichtet. Dort besteht das Risiko, dass einzelne Fragmente entlang kanadischer Küsten auf Grund laufen. Zudem können die treibenden Eismassen eine Gefahr für die arktische Schifffahrt und für Offshore-Infrastrukturen darstellen.
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