Meyer Werft verringert Jahresverlust und verdoppelt Umsatz
Die Papenburger Meyer Werft konnte ihren Verlust im Jahr 2025 deutlich reduzieren und den Umsatz auf 2,83 Milliarden Euro steigern. Die Finanzierung des Traditionsbetriebs ist bis 2028 gesichert.
Umsatz verdoppelt, Verlust halbiert – jetzt fehlen nur noch die schwarzen Zahlen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Papenburger Meyer Werft hat ihren Verlust nach Steuern im Jahr 2025 auf 383,8 Millionen Euro gesenkt, nachdem dieser im Jahr 2024 noch bei 569,2 Millionen Euro gelegen hatte. Gleichzeitig konnte das Unternehmen seinen Umsatz von 1,37 Milliarden Euro auf 2,83 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Die Finanzierung der Werft ist bis zum Jahr 2028 gesichert.
Verbesserung der Finanzkennzahlen und Schiffsauslieferungen
Auch beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verzeichnete der Betrieb Fortschritte: Der EBITDA-Verlust verringerte sich von 527,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 251,8 Millionen Euro im Jahr 2025, wie Schuttevaer berichtet. Zu diesem Ergebnis trugen mehrere Fertigstellungen bei. Dazu gehörten die Auslieferungen der „Asuka III“ an NYK Cruises und der „Disney Destiny“ sowie zwei Flusskreuzfahrtschiffe der Neptun Werft und der Umbau der „Disney Adventure“ am Standort Wismar.
Laufende Restrukturierungsprojekte
Derzeit befinden sich bei dem Kreuzfahrtschiffbauer mehr als 60 Restrukturierungsprojekte in der Umsetzung. Sanierungschef Ralf Schmitz erklärte zu den Entwicklungen, dass sich alles, was im Einflussbereich der Werft liege, in die richtige Richtung bewege.
Mit dem Platzieren einer Gedenkmünze unter dem Kiel hat die Meyer Werft die Montage des zweiten Gigablocks für die „Disney Believe“ begonnen. Das mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff wird über 1.256 Kabinen bieten.
Um Investitionen und Dekarbonisierungsziele langfristig zu steuern, blickt die Schifffahrtsbranche von der Zukunft zurück in die Gegenwart. Das Verfahren ermittelt notwendige Schritte für das Jahr 2050.
AIDA Cruises erweitert sein Angebot an Fernreisen ab der deutschen Ostseeküste. Die mehrwöchige Route führt von Warnemünde über Afrika bis nach Mauritius.
Der US-Energiekonzern Chevron steigt verstärkt in die Förderung im Mittelmeer ein. Geplant sind zwei Erkundungsbohrungen sowie die Aufarbeitung von Seismikdaten im Gebiet Lotus.
ConocoPhillips und Venture Global haben einen langfristigen Kaufvertrag über jährlich 1,0 Millionen Tonnen Flüssigerdgas unterzeichnet. Die Lieferungen sollen im Jahr 2030 beginnen.
Der Kreuzfahrtkonzern Carnival Corporation strukturiert seine Marken um. Die Schiffe Arcadia und Queen Anne wechseln in den kommenden Jahren den Betreiber.