Kollision vor Istanbul: Festnahmen nach Untergang eines Frachters
Nach dem Zusammenstoß eines Tankers mit einem Frachtschiff vor Istanbul wurden zwei Offiziere wegen fahrlässiger Tötung festgenommen. Zehn Besatzungsmitglieder werden weiterhin vermisst.
Nach dem Untergang des Frachtschiffs Tugberk Imamoglu vor Istanbul haben türkische Staatsanwälte den Kapitän sowie den Dritten Offizier des Tankers Alsu wegen fahrlässiger Tötung festgenommen. Das Frachtschiff war nach einer Kollision gekentert und innerhalb von zehn Minuten gesunken. Zehn Besatzungsmitglieder werden weiterhin vermisst. Untersuchungen ergaben, dass der Kapitän der Alsu zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes schlief. Die Wache wurde von einem Dritten Offizier geführt, der seine erste Wache an Bord absolvierte und mit den Navigationsgeräten nicht vertraut war. Das mit 4.199 Tonnen Walzstahl beladene Frachtschiff Tugberk Imamoglu sendete zum Zeitpunkt des Unglücks kein AIS-Signal aus, wie Maritime Executive berichtet.
Wrack in 900 Metern Tiefe geortet
Das Marineschiff TCG Akin hat das Wrack inzwischen in etwa 900 Metern Tiefe geortet. Vier weitere Besatzungsmitglieder wurden unter gerichtlicher Aufsicht freigelassen.
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