Extreme Hitzewelle: Zahlreiche Waldbrände bringen Spanien in Alarmbereitschaft
Wegen anhaltender Hitze und starker Winde kämpfen Einsatzkräfte in Spanien gegen mehrere schwere Waldbrände. Besonders betroffen sind die Provinzen Zamora und Castellón, wo bereits Tausende Menschen evakuiert werden mussten.
Aufgrund einer anhaltenden Hitzewelle und extremer Trockenheit ist in Spanien die höchste Alarmstufe wegen zahlreicher aktiver Waldbrände ausgerufen worden. Besonders die Provinz Zamora hat sich mit großflächigen Zerstörungen und Evakuierungen zum Zentrum der Katastrophe entwickelt. Auch in anderen Landesteilen und nahe der portugiesischen Grenze kämpfen Einsatzkräfte gegen die Flammen.
Evakuierungen und Katastrophenhilfe in Zamora
In der Provinz Zamora brach das Feuer im Bereich des Naturparks Arribes del Duero aus. Wegen der raschen Ausbreitung der Flammen durch Hitze, Wind und Trockenheit mussten bereits 14 Ortschaften evakuiert und zwei weitere abgeriegelt werden. Mehr als 6.000 Hektar Land sind bereits zerstört. Die Regionalregierung von Kastilien und León rief die Gefahrenstufe 2 aus und forderte die Unterstützung der Militärischen Notfalleinheit (UME) an, die gemeinsam mit Feuerwehrleuten, Waldbrandbrigaden und Löschflugzeugen im Einsatz ist. Viele Einwohner versuchten zudem in Eigenregie mit Eimern, Schläuchen und Wasser aus privaten Schwimmbecken, ihre Häuser und Betriebe vor dem Eintreffen der Löschmannschaften zu schützen.
Kritische Lage in Castellón und León
Neben Zamora bereiten weitere Brandherde den Behörden große Sorgen, wie Euronews meldet. In der Provinz Castellón ist das Feuer bei Vall d'Uixó weiterhin nicht unter Kontrolle, wo bereits über 9.300 Hektar zerstört wurden und Tausende Bewohner nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Obwohl der Brand eingekreist ist, erschweren aktive Glutnester in schwer zugänglichem Gelände die Arbeiten. In der Provinz León beobachten die Behörden zudem drei Brände der Gefahrenstufe 2 in San Cipriano del Condado, Veguellina und Valdelaloba, was eine Verstärkung der Löschtrupps erforderlich macht.
Grenzregion zu Portugal im Fokus
Auch an der Grenze zu Portugal bleibt die Situation angespannt. Ein großer Brand im portugiesischen Distrikt Guarda droht auf spanisches Gebiet überzugreifen, weshalb beide Länder die Abstimmung ihrer Rettungskräfte verstärkt haben. Der Zivilschutz und die Regionalbehörden rufen die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf und raten dringend dazu, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Die Wetterprognosen mit Temperaturen von über 40 Grad, geringer Luftfeuchtigkeit und Windböen lassen für die nächsten Stunden weiterhin eine sehr ungünstige Entwicklung erwarten.
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