Meldung ✓

Spannungen nach Angriff auf iranisches Schiff im Kaspischen Meer

Nach dem Beschuss des Frachters „Ana“ bemühen sich Teheran und Kiew um Deeskalation. Während der Iran Schadenersatz fordert, betont die Ukraine, keine zivilen Ziele zu attackieren.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Illustration zu: Spannungen nach Angriff auf iranisches Schiff im Kaspischen Meer
Illustration: KI-generiert
Nach dem ukrainischen Angriff auf das iranische Schiff „Ana“ im Kaspischen Meer bemühen sich beide Staaten um eine Vermeidung weiterer Eskalationen. Die iranische Führung verurteilte den Vorfall, bei dem ein Matrose getötet wurde, forderte Schadenersatz und wies Vorwürfe über Rüstungslieferungen an Russland zurück. Seitens der Ukraine wurde in einem Telefonat betont, dass die Verteidigungsmaßnahmen des Landes niemals auf zivile Schiffe abzielen.

Außenminister Abbas Araghchi erklärte, auch Teheran wolle keine weitere Eskalation mit der Ukraine. Zugleich betonte er jedoch: „jeder Angriff auf iranische Staatsbürger oder iranische Interessen ist inakzeptabel“ und die „entstandenen Schäden müssen ersetzt werden“. Die Ukraine hatte am 25. Juli das iranische Schiff „Ana“ im Kaspischen Meer beschossen, wie Euronews berichtet. Bei dem Angriff kam ein Matrose ums Leben, ein weiterer wurde verletzt. Während Kyjiw behauptet, das Schiff habe militärische Ausrüstung für Russland transportiert, wies das iranische Außenministerium diese Anschuldigungen zurück und erklärte, Iran spiele in der Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland keine Rolle.

Kritik an Kiew und Drohung mit Vergeltung

Am Samstag hatte Araghchi den Angriff scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Er warf Präsident Wolodymir Selenskyj, der von dem Angriff berichtet hatte, einen Verstoß gegen das Völkerrecht vor und wandte sich dabei auch an die EU und Russland.

Diplomatische Gespräche zur Deeskalation

Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X, er habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Sybiha betonte, dass Diplomatie von direkten Gesprächen lebe, auch wenn diese schwierig seien. Er habe in dem Telefonat hervorgehoben, dass das Ziel der Ukraine darin bestehe, unnötige Eskalationen zu vermeiden. Alle Handlungen der Ukraine zielten ausschließlich darauf ab, das Land vor der russischen Aggression zu verteidigen, und niemals darauf, zivile Schiffe oder Menschen zu treffen.

Präsident Selenskyj hatte zuvor auch erklärt, Russland helfe dem von den USA und Israel angegriffenen Iran. So versorge Moskau das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion. Zudem hatte die Ukraine den Staaten im Nahen Osten Hilfe durch ukrainische Drohnenexperten bei der Abwehr iranischer Angriffe angeboten.

← alle Meldungen aus Iip Lun

Weitere Meldungen aus Iip Lun

Iip Lun ✓

Sorge vor Überproduktion auf dem Halbleitermarkt

Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.

31.07., 10:36 Uhr
Iip Lun ✓

Illegaler Sandabbau bedroht Umwelt und Existenz auf Kap Verde

Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.

31.07., 11:06 Uhr