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EU-Koordinationszentrum steuert Löscheinsätze in Frankreich und Spanien

Wegen anhaltender Waldbrände in Südeuropa koordiniert das Brüsseler Notfallzentrum der EU die Verteilung von Löschflugzeugen und Einsatzkräften. Trotz knapper Ressourcen konnte bislang jede Hilfsanfrage bedient werden.

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Das Brüsseler Notfall-Koordinationszentrum der Europäischen Union koordiniert derzeit die Hilfseinsätze zur Bekämpfung der anhaltenden Waldbrände in Frankreich und Spanien. Da ein Ende der Feuer nicht in Sicht ist, verteilen die EU-Beamten knappe Ausrüstung und Einsatzmittel an die betroffenen Regionen. Bislang konnte jede Hilfsanfrage der betroffenen Länder erfolgreich bedient werden.
In Frankreich und Spanien verwüsten die Brände weiterhin große Gebiete. Vor Ort versuchen Einsatzkräfte, das Feuer einzudämmen, während in Brüssel die Fäden zusammenlaufen. „Das Team beobachtet die Lage, bewertet das Risiko in Frankreich und seine mögliche Entwicklung. Wir stehen ständig mit den französischen Behörden in Kontakt, um zu klären, ob sie zusätzliche Unterstützung benötigen“, erklärte Leiterin der Einheit Maria Zuber am Mittwoch. Seit Frankreich in der vergangenen Woche EU-Hilfe angefordert hat, haben Länder wie die Slowakei, Slowenien, Portugal und die Türkei Löschflugzeuge in den Südwesten des Landes geschickt, wie Euronews berichtet.

Internationale Unterstützung für betroffene Gebiete

Die europäische Katastrophenschutzkapazität bündelt dafür Einsatzmittel wie Löschflugzeuge, Hubschrauber und Feuerwehren aus den 27 Mitgliedstaaten und 10 Partnerländern, zu denen auch Staaten des westlichen Balkans und die Türkei gehören. Bei Unglücken – von Waldbränden in Frankreich bis zu Erdbeben in Venezuela – koordinieren die Verantwortlichen in Brüssel verfügbare Hilfsangebote und gleichen sie mit den Anfragen der betroffenen Länder ab. Dennoch bleibt die Lage angespannt. „Es gibt noch Lücken, deshalb suchen wir weiter“, sagte Zuber. „Erst gestern Abend hat Serbien zusätzliche Hubschrauber angeboten.“

Klimawandel und Vorsorgemaßnahmen

Die zunehmenden Hitzewellen, die von Forschern auf den menschengemachten Klimawandel zurückgeführt werden, sowie mutmaßliche Brandstiftung haben die ausgetrocknete Vegetation in brandgefährliche Bedingungen verwandelt. Um der jährlich wachsenden Bedrohung zu begegnen, stockt die EU ihre Mittel auf, kauft eigene Löschflugzeuge und drängt die Mitgliedstaaten, zusätzliche Ausrüstung in Bereitschaft zu halten. Im Brüsseler Zentrum arbeiten Dutzende Beschäftigte im Schichtbetrieb rund um die Uhr. Unterstützt werden sie im Sommer von rund 25 Wetter- und Brandexperten aus den EU-Staaten. „Wir haben Mechanismen eingeführt und nach und nach verbessert, denn wir haben erkannt, dass Waldbrände in den vergangenen Jahren zu einer wachsenden Herausforderung geworden sind“, sagte stellvertretender Leiter des Notfallzentrums Borja Miguelez. „Wir haben mehr Luftunterstützung verfügbar gemacht und die technische Ausstattung der Teams ausgebaut, die den Einsatz steuern.“Trotz der starken Belastung von Einsatzkräften und Material durch die gleichzeitigen Brände in Frankreich und Spanien konnte die EU laut Miguelez bisher alle Anfragen erfüllen. Angesichts bevorstehender extremer Temperaturen bleibt die Wachsamkeit hoch. „Heute haben wir es mit zwei Waldbränden von sehr großer Dimension zu tun. Gleichzeitig bleiben wir wachsam, denn der Sommer ist noch nicht vorbei und eine weitere Hitzewelle steht bevor“, sagte Miguelez. „Wir sind daher sehr aufmerksam gegenüber allem, was noch kommen könnte.“

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