Ausbreitung von Waldbränden im Mittelmeerraum und Westeuropa
Während in Frankreich und Spanien die Löscharbeiten andauern, sind neue schwere Waldbrände in Griechenland und der Türkei ausgebrochen. Extreme Hitze und starke Winde erschweren den Einsatzkräften die Brandbekämpfung.
In mehreren südeuropäischen Ländern und in Frankreich kämpfen Einsatzkräfte weiterhin gegen verheerende Waldbrände. Während in der Türkei und in Griechenland neue Brandherde ausgebrochen sind und Todesopfer forderten, setzt sich die Brandbekämpfung in Frankreich und Spanien unter schwierigen Bedingungen fort. Extreme Wetterbedingungen wie Hitze und starke Winde erschweren die Löscharbeiten in den betroffenen Regionen erheblich. Im südtürkischen Antalya bekämpft die Feuerwehr seit Dienstag mehrere Brände in der Touristenregion, von denen ein Teil bereits gelöscht werden konnte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Da die Brände Wohngebiete erreichten, wurden Bewohner vorsorglich evakuiert und mehrere Häuser brannten nieder. Die angrenzenden Tourismuszentren Adrasan und Olympos wurden für den Verkehr gesperrt. Gouverneur von Antalya Hulusi Sahin erklärte extreme Hitze, starke Winde und trockene Luft als Gründe für die Brände und geht davon aus, dass dieses Wetter auch die nächsten Tage anhalten wird. Weitere Brände wurden aus den Provinzen Balikesir, Kütahya, Canakkale, Yalova und Mugla gemeldet. Staatschef Recep Tayyip Erdogan sprach von 90 neuen Brandherden, von denen die meisten unter Kontrolle seien, und gab an, dass 3000 Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpfen.
Todesopfer und Evakuierungen in Griechenland
Auch an der griechischen Mittelmeerküste und auf mehreren Inseln kam es zu neuen großen Bränden, weshalb Tausende Urlauber und Anwohner ihre Unterkünfte verlassen mussten. Bei einem Einsatz auf Kreta verloren zwei Feuerwehrleute im dichten Rauch die Orientierung und starben in den Flammen. Ein örtlicher Gemeindevertreter sagte dem Sender ERT, das Feuer auf der Urlaubsinsel sei "außer Kontrolle". Die dortige Feuerfront soll rund 15 Kilometer lang sein, wie auch auf Satellitenbildern der NASA und der europäischen Wetter-Satellitenorganisation EUMETSAT zu sehen ist. Ein weiterer Feuerwehrmann wurde nahe dem Hafen Gytheio auf der Halbinsel Peloponnes leblos aufgefunden, wobei die Todesursache zunächst unklar war. Zudem gibt es Berichte über Feuer auf Paros und Lesbos bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 74 Kilometern pro Stunde. Das Ministerium für Katastrophenschutz gab für Donnerstag die fast höchste Feuerwarnung für mehrere Gebiete aus, darunter Kreta, den Großraum Athen, den Osten der Peloponnes und die meisten Inseln in der Ägäis.
Schwierige Lage an der französischen Atlantikküste
In Frankreich dauert die Brandbekämpfung ebenfalls an, wie die Tagesschau meldet. An der französischen Atlantikküste befürchtet die Präfektur in Bordeaux, dass Flammen bei Temperaturen von bis zu 41 Grad und Windstößen von bis zu 45 Kilometern pro Stunde wieder unkontrolliert angefacht werden. Rund 2.200 Feuerwehrleute sind im Einsatz und gingen gegen Brandherde vor, die auf den bereits betroffenen 42.000 Hektar Fläche erneut aufflammten. Nach Angaben der Präfektur wurden bislang 126 Wehrleute bei den Löscharbeiten verletzt. Ab Donnerstag werden Unwetter erwartet.
Entspannung und anhaltende Wachsamkeit in Spanien
In Spanien scheint sich die Situation hingegen zu entspannen, sodass Zehntausende im Umland von Madrid in ihre Häuser zurückkehren konnten, obwohl noch rund 40.000 Menschen von Evakuierungen oder Ausgangsbeschränkungen betroffen sind. Angesichts einer bevorstehenden vierten Hitzewelle warnen die Behörden vor verfrühter Entwarnung. Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte: "Die Lage entwickelt sich günstig, wir müssen aber extrem wachsam bleiben". Bei der Bekämpfung der Brände im Westen der Region Madrid sowie in Ávila und Toledo konnten die Einsatzkräfte weitere Erfolge erzielen, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska.
Auf den griechischen Inseln Kreta und Paros kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen anhaltende Waldbrände. Aufgrund der starken Winde und schwierigen Bedingungen bleibt die Lage in mehreren Regionen angespannt.
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