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Spanien gründet wissenschaftliches Beratungsgremium für den Klimaschutz

Die spanische Regierung hat die Einrichtung eines wissenschaftlichen Panels beschlossen, das die Politik im Kampf gegen den Klimawandel beraten soll. Das Gremium soll im Herbst offiziell seine Arbeit aufnehmen.

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Die spanische Regierung hat die Einrichtung eines wissenschaftlichen Panels für Maßnahmen gegen den Klimawandel beschlossen. Das neue Beratungsgremium soll im Herbst offiziell eingesetzt werden, um die Ausarbeitung staatlicher Maßnahmen zur Bewältigung der Klimanotlage zu unterstützen. Die Initiative geht auf das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten sowie das Ministerium für den ökologischen Wandel und die demografische Herausforderung zurück.
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer beispiellosen Serie von Bränden in Spanien, wie Euronews berichtet. Besonders schwer wiegt der Waldbrand in Ávila, der bereits mehr als 77.000 Hektar Waldfläche zerstört hat und als der größte Brand in der Geschichte des Landes gilt. Nach der jüngsten Bilanz der Regierung mussten mehr als 63.000 Menschen evakuiert werden, während weitere 35.000 Menschen ihre Wohnungen weiterhin nicht verlassen dürfen. Seit Jahresbeginn sind laut dem jüngsten Lagebericht des Ministeriums für den ökologischen Wandel bereits 172.396 Hektar Waldgebiet von Bränden betroffen, was nahezu der Hälfte der im Jahr 2025 verbrannten Gesamtfläche entspricht. Die Kosten der aktuellen Brandwelle könnten sich allein für die Löscharbeiten auf 3,275 Milliarden Euro belaufen.

Aufgaben und Struktur des neuen Gremiums

Das neue Beratungsgremium soll „unabhängige“ und „multidisziplinäre“ Analysen liefern. „Diese Arbeitsgruppe wird unabhängige, fundierte und multidisziplinäre Analysen liefern, die auf die Bedürfnisse der Ressorts der Regierung eingehen, und sie wird das Expertenwissen stärker in öffentliche Entscheidungen einbinden“, teilte das Ministerium für Wissenschaft, Innovation und Universitäten in einem Kommuniqué mit. Nach Angaben der Regierung wird die Arbeitsgruppe „Berichte mit wissenschaftlicher Evidenz und Vorschläge für Einsatzprotokolle“ vorlegen und „künftige Szenarien infolge des Klimawandels“ skizzieren. Nach der Billigung des Beschlusses beginnt im Sommer das Auswahlverfahren für das wissenschaftliche Personal.Zu den weiteren Aufgaben gehören die Ausarbeitung von Einsatzprotokollen und die Beantwortung von Anfragen zur Steuerung staatlicher Maßnahmen in Alltagssituationen sowie in „Krisen und Notlagen“. Zudem soll das Gremium Zukunftsanalysen entwickeln, um mögliche Szenarien der Klimanotlage frühzeitig zu antizipieren. Die Steuerung des Panels erfolgt auf zwei Ebenen: Ein organisatorisch und technisch ausgerichteter Ausschuss führt die Geschäfte, koordiniert das Auswahlverfahren und bündelt die Anfragen nach Gutachten. Ein wissenschaftlicher Rat, dem zehn Forschende von „anerkanntem Renommee“ angehören, erarbeitet Studien und fachliche Stellungnahmen. Die Mitglieder kommen aus Disziplinen wie Klimawissenschaften, Ökologie, Geografie, Wasserressourcenmanagement, nachhaltige Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Meeresumwelt, Ingenieurwesen für die ökologische Transformation, Umweltrecht, Umweltsoziologie und Verhaltenswissenschaften.

Umsetzung des Staatsabkommens

Mit der Einrichtung des Panels setzt die Regierung die erste Säule des Staatsabkommens zur Bewältigung der Klimanotlage um, das im September 2025 vorgestellt wurde. Nach Angaben des Kabinetts wurde der Entwurf in einem Beteiligungsprozess überarbeitet, bei dem rund 4.000 Beiträge von etwa 1.300 Akteuren eingingen.

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