Schweres Erdbeben der Stärke 7,1 erschüttert den Süden Japans
Nach einem schweren Erdbeben in der südjapanischen Präfektur Kumamoto wurden rund 150.000 Menschen zur Evakuierung aufgerufen. Mindestens 48.000 Haushalte sind ohne Strom.
Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,1 hat am späten Dienstagnachmittag die südjapanische Präfektur Kumamoto erschüttert. Nach dem Beben wurde vorübergehend eine Tsunami-Warnung herausgegeben, zudem fiel in zehntausenden Haushalten der Strom aus. Rund 50 Menschen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, während großflächige Evakuierungsaufrufe gestartet wurden. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben der japanischen Wetterbehörde JMA vor der Küste von Kumamoto in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter dem Meeresboden. Die zunächst ausgerufene Tsunami-Warnung hoben die Behörden kurz darauf wieder auf. Über konkrete Schäden ist bislang nichts bekannt, wie Euronews berichtet. Japans Premierministerin Sanae Takaichi rief die Bevölkerung auf der Plattform X dazu auf, die Küstengebiete zu meiden. Die Regierung habe eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um Informationen zu sammeln, mögliche Schäden zu erfassen und gegebenenfalls Rettungsmaßnahmen vorzubereiten.
Evakuierungen und Stromausfälle auf Kyūshū
Zuvor hatte die japanische Regierung für die betroffenen Regionen auf der Kyūshū-Insel Alarm ausgelöst. Betroffen hiervon sind die Präfekturen Kumamoto, Nagasaki, Kagoshima, Fukuoka, Saga, Ōita und Miyazaki. Die Behörden forderten rund 150.000 Menschen auf, sich in speziell für Erdbeben eingerichtete Schutzräume zu begeben. Infolge des Bebens waren auf Kyūshū mindestens 48.000 Haushalte ohne Strom. Zudem wurde der Bahnverkehr gestoppt, wodurch auch die Shinkansen-Züge nicht fuhren.
Keine Auffälligkeiten in Kernkraftwerken
Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht gab es in drei nahe gelegenen Kernkraftwerken keine Auffälligkeiten. Die starken Erschütterungen waren jedoch auch in Teilen Südkoreas zu spüren, unter anderem in der wichtigen südöstlichen Hafenstadt Busan. In Kumamoto kamen vor zehn Jahren 275 Menschen bei einem schweren Erdbeben ums Leben, 2.739 wurden verletzt und Zehntausende wurden obdachlos.
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