Konflikt an der Straße von Hormus treibt europäische Kraftstoffpreise wieder nach oben
Nach einer kurzen Phase der Entspannung im Juni steigen die Preise für Benzin und Diesel in Europa wieder an. Grund dafür sind anhaltende Spannungen und Angriffe auf Öltanker im Nahen Osten.
Die geopolitischen Spannungen an der Straße von Hormus belasten die europäischen Kraftstoffpreise erneut. Nach einer kurzen Phase der Entspannung im Juni steigen die Preise für Benzin und Diesel wieder an, da die Schifffahrtsroute zwischen Iran und Oman weiterhin als äußerst riskant gilt. Angriffe auf Öltanker und die Drohungen militärischer Reaktionen treiben den weltweiten Rohölpreis auf über 100 US-Dollar je Barrel. Die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die wichtigste Schifffahrtsroute zwischen Iran und Oman, bleibt äußerst riskant. In den vergangenen Tagen meldeten mehrere Reedereien Angriffe auf Öltanker durch Iran und durch die mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen. Die USA betonen, die Passage sei offen. Zugleich drohen sie, iranische Brücken und Kraftwerke anzugreifen, falls die Attacken anhalten. Nach Einschätzung von Fachleuten richten sich die jüngsten Angriffe vor allem gegen große internationale Frachtschiffe und nicht gegen lokale Handelsschiffe. Die Folgen für die europäischen Ölpreise sind dennoch massiv, wie Euronews berichtet.
Vorübergehende Entspannung im Juni
Im vergangenen Monat einigten sich die Führungen in Washington und Teheran auf ein 14-Punkte-Memorandum, das auch eine Waffenruhe vorsieht. Daraufhin stoppten die Kraftstoffpreise in Europa ihren Anstieg – allerdings nur vorübergehend. Im Vergleich zum Mai sanken die Dieselpreise im Juni um 6,4 % und die Benzinpreise um 4,2 %, wie aktuelle Zahlen von Eurostat zeigen. Am stärksten gingen die Dieselpreise in Tschechien (-11,3 %), Polen (-9,7 %) und Bulgarien (-9,4 %) zurück. Am geringsten fielen die Preisrückgänge in Ungarn (-0,6 %), Italien (-1,4 %) und Slowenien (-1,6 %) aus.Beim Benzin verzeichneten Zypern (+0,7 %) und Italien (+0,5 %) als einzige EU-Staaten zwischen Mai und Juni 2026 einen Anstieg. In allen anderen Ländern gingen die Preise zurück, am deutlichsten in Schweden (-7,8 %), Belgien (-7,0 %) und ebenfalls in Polen (-6,6 %). Die neue Phase der Spannungen und Angriffe ohne absehbare Lösung treibt die Kraftstoffpreise allerdings nun wieder nach oben. Weltweit liegt der Rohölpreis bereits über 100 US-Dollar je Barrel – der höchste Stand seit Anfang Juni. Im Jahresvergleich von Juni 2025 zu Juni 2026 kam es zu den größten Preissprüngen in Bulgarien, Litauen und Rumänien, jeweils mit mehr als 23 %. In einigen Nicht-EU-Staaten fiel der Anstieg noch stärker aus: fast 32 % in der Türkei und knapp 30 % in Georgien.
Spanien, Ungarn und Polen halten Spritpreise niedrig
Hinter Malta verzeichneten Ungarn (2,3 %), Polen (5,8 %) und Spanien (7,9 %) die geringsten Ausschläge bei den Kraftstoffpreisen in der EU. Ungarn begrenzte die Spritpreise per staatlicher Deckelung. Spanien und Polen dämpften den Preissprung mit gesenkter Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel. Die Entscheidung sorgte in Brüssel jedoch für Kritik, denn die EU-Kommission empfahl stattdessen, die Verbrauchssteuern zu senken.Spanien profitiert zudem von einer robusten Raffinerie- und Verarbeitungsstruktur. Das Land ist zwar stark von Rohölimporten abhängig, verfügt jedoch über ein großes Netz von Ölraffinerien, wodurch Spanien weniger auf Fertigprodukte und deren Lieferkosten angewiesen ist. "Spanien verfügt über eine einzigartige Öl-Infrastruktur mit breiter geografischer Abdeckung und vielen Verknüpfungen. Dazu gehören elf Ölhafenterminals, ein umfangreiches Pipeline-Netz sowie große Lagerkapazitäten, die mit den Raffinerien verbunden sind", erläutert die Internationale Energieagentur.
Auf den griechischen Inseln Kreta und Paros kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen anhaltende Waldbrände. Aufgrund der starken Winde und schwierigen Bedingungen bleibt die Lage in mehreren Regionen angespannt.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der Klimawandel extreme Brandbedingungen in Spanien und Frankreich massiv verschärft. Während Südeuropa brennt, warnt die UN vor den Folgen fossiler Energieträger.
Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.
Nach einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind mindestens 15 Menschen im Meer ertrunken. Die spanische Regierung hat das Militär zur Unterstützung der Sicherheitskräfte entsandt.
Nachdem binnen 24 Stunden mehr als 49.000 Migranten die spanische Exklave Ceuta erreicht haben, ist die Lage vor Ort chaotisch. Die Krise sorgt auch für diplomatische Spannungen innerhalb Europas.
Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.