Waldbrände in Spanien: Zehntausende Menschen evakuiert
Die schweren Waldbrände in Spanien halten das Land weiter in Atem. Regierungschef Pedro Sánchez mahnt zur Vorsicht, während internationale Hilfe eintrifft.
In Spanien haben schwere Waldbrände bereits zehntausende Menschen in die Flucht getrieben und riesige Flächen zerstört. Angesichts der anhaltenden Gefahr mahnt die Regierung zur höchsten Vorsicht, während internationale Hilfe eintrifft. Allein in diesem Jahr ist die verbrannte Fläche im Vergleich zum Vorjahr drastisch angestiegen. Spanischer Regierungschef Pedro Sánchez dankte den Medien für ihre Arbeit, verlässliche Informationen zu verbreiten, sowie der Bevölkerung für ihr vorbildliches Verhalten in den Brandgebieten. Sánchez rief die Menschen dazu auf, "höchste Vorsicht walten zu lassen". Der Ministerpräsident warnte, es stünden noch "schwierige Stunden harter Arbeit" bevor, betonte aber, dass die nächtlichen Einsätze sehr erfolgreich gewesen seien. "Wir werden sehen, wie sich der Tag entwickelt. Man muss immer wieder zu größtmöglicher Prävention und Vorsicht aufrufen und sich über Bürgermeister, offizielle Kanäle und seriöse Medien informieren", so der Regierungschef, wie Euronews berichtet.
Zusammenarbeit der Behörden und aktuelle Zahlen
Präsident von Kastilien-León Alfonso Fernández Mañueco lobte die wirkungsvolle Zusammenarbeit der Institutionen: "Alle Ebenen der Verwaltung haben zusammengearbeitet." Sánchez verwies zudem auf den Staatsvertrag zur Klimanotlage, den der Ministerrat am kommenden Dienstag verabschieden will. Die Flammen haben bereits rund 45.000 Hektar zerstört. In Madrid und Ávila wurden 100.000 Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht oder aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben. Portugal, Griechenland und Italien unterstützen die Löscharbeiten bei den schweren Bränden in Madrid und Ávila.
Ausweitung des Notstands
Der Brand bei Vall d'Uixò in der Provinz Castellón hat inzwischen einen Umfang von 21 Kilometern erreicht und 16.000 Menschen dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen oder sich dort einzuschließen. Das Innenministerium hat wegen des Feuers bei Almorox den landesweiten Notstand nun auch auf die Provinz Toledo ausgeweitet. Die Militärische Nothilfetruppe UME hat angesichts der Schwere der Lage ein gemeinsames Einsatzkommando für die Brände in Madrid und Ávila gebildet. Allein in diesem Jahr haben Brände in Spanien bereits mehr als 152.000 Hektar verwüstet, sechsmal mehr als 2025. Die Daten entsprechen dem Stand vom 26. Juli 2026.
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