Waldbrände in Spanien weiten sich aus: Neuer Brandherd nahe Valencia
Die verheerenden Waldbrände in Spanien breiten sich weiter aus und bedrohen nun auch die Region Valencia. Zehntausende Menschen im Großraum Madrid und in Valencia sind von Evakuierungen und Sicherheitsmaßnahmen betroffen.
Die Waldbrände in Spanien breiten sich weiter aus und sind weiterhin außer Kontrolle geraten. Neben den bestehenden Feuern im Großraum Madrid ist nun ein neuer Brand in der Region Valencia ausgebrochen, der eine kilometerlange Front umfasst. Insgesamt sind bereits weit über 100.000 Menschen von Evakuierungen oder Ausgangssperren betroffen. Zu den drei Bränden im Großraum Madrid, die bereits eine Fläche von 45.000 Hektar vernichtet haben, ist ein neues Feuer im Vall d’Uixò in der Region Valencia hinzugekommen. Dort bekämpfen die Löschmannschaften die Flammen auf einer Front von 21 Kilometern. Bürgermeisterin des Orts La Vall Tania Baños erklärte, das Feuer sei außer Kontrolle. In der Region wurden bereits 16.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Wer nicht evakuiert wurde, ist angewiesen, die eigene Wohnung nicht zu verlassen, wie die Tagesschau berichtet.
Lage im Großraum Madrid und Toledo
Unterdessen sind auch im Großraum Madrid weitere kleine Ortschaften geräumt worden. Im Großraum Madrid sind etwa 100.000 Menschen betroffen; sie sind entweder aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, oder zu Hause zu bleiben. Das Feuer breitet sich insbesondere in der Provinz Toledo weiter aus, die etwa 50 Kilometer südwestlich von Madrid liegt. Die Brände im Westen der spanischen Hauptstadt sind nach Angaben der Behörden hingegen inzwischen weniger intensiv. Ein Armeesprecher erklärte, während sich die Löschmannschaften am Samstag darauf konzentrieren mussten, Leib und Leben der Bevölkerung zu schützen, hoffe man am Sonntag auf besseres Wetter, um auch die Flammen bekämpfen zu können. Den Meteorologen zufolge soll sich insbesondere der Wind legen.
Sánchez fordert Staatspakt
Die spanische Hauptstadt Madrid selbst ist zwar nicht direkt von den Flammen bedroht, allerdings trug der Wind am Wochenende Aschewolken in die Stadt. Spanischer Ministerpräsident Pedro Sánchez hat unterdessen die spanischen Parteien zu einem "Staatspakt gegen den Klimanotstand" aufgerufen. Bis Juli seien in Spanien bereits mehr als 130.000 Hektar Wald verbrannt, und der heiße August stehe erst noch bevor. Das Land müsse sich besser auf die veränderten Klimabedingungen einstellen, sagte der spanische Ministerpräsident. Dazu sei es notwendig, dass die gegenwärtig linke Zentralregierung und die meist konservativen Regionen eng zusammenarbeiteten.
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