Die Brände westlich von Bordeaux haben sich innerhalb kürzester Zeit verdoppelt. Mehr als 200.000 Menschen mussten bereits in Notunterkünfte evakuiert werden.
Die Waldbrände in Frankreich weiten sich immer weiter aus und erreichen ein historisches Ausmaß. Westlich von Bordeaux hat sich die betroffene Fläche innerhalb von 24 Stunden verdoppelt, sodass bereits mehr als 30.000 Hektar betroffen sind. Mehr als 200.000 Menschen mussten in Notunterkünfte evakuiert werden. Premierminister Sébastien Lecornu sprach von einem „noch nie dagewesenen Ausmaß“ der Katastrophe. Auch ARD-Korrespondent Cai Rienäcker berichtete aus Bordeaux von einer extremen Lage, wie die Tagesschau meldet. „Das sind Dimensionen, die man in Frankreich bisher nicht kannte“, so der Korrespondent. Weiter südlich gebe es ein weiteres Feuer.
Schwierige Löscharbeiten für die Rettungskräfte
Die Brandbekämpfung gestaltet sich äußerst schwierig. „Die Rettungskräfte konzentrieren sich vor allen Dingen darauf, dass hier nichts Schlimmeres passiert. Den eigentlichen Brand, den können sie auch mit den Löschflugzeugen, von denen ohnehin nicht genug vorhanden sind, nicht löschen“, erklärte Rienäcker. Selbst der Einsatz eines Militärflugzeugs vom Typ A400M, das mit einem speziellen Löschsystem ausgestattet ist, bringe laut dem Korrespondenten nur „kleine Linderung“.
Solidarität in der Bevölkerung
Trotz der schweren Krise zeigt sich vor Ort eine „riesengroße Solidarität“. Rienäcker berichtete: „Es gab hier spontane private Spenden, Unternehmen, die die Leute hier mit allem Nötigen versorgen.“ Wann sich die Lage bessern könnte, sei laut dem ARD-Korrespondenten derzeit noch schwierig zu beurteilen.
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