Schwere Überschwemmungen in Südasien fordern zahlreiche Todesopfer
Nach heftigen Monsunregenfällen sind in Indien, Pakistan und Afghanistan zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Hunderttausende wurden vertrieben, und die Infrastruktur ist schwer beschädigt.
Heftige Monsunregenfälle haben in Südasien zu schweren Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen geführt. In Indien, Pakistan und Afghanistan kamen dabei zahlreiche Menschen ums Leben, während Hunderttausende ihre Heimat verlassen mussten. Die Wassermassen beschädigten zudem die Infrastruktur und führten zu weitreichenden Stromausfällen. In Indien sind bei Überschwemmungen nach starken Monsunregenfällen nach Behördenangaben mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Rund 700.000 Menschen wurden nach den tagelangen Regenfällen im nordostindischen Staat Assam vertrieben, wie die Tagesschau berichtet. Der Regen führte dazu, dass der Fluss Brahmaputra über die Ufer trat. Örtliche Medien berichteten hingegen bereits am Mittwoch, dass mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen seien. Mit Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutschen habe der Monsun rund um das Gebirge eine Spur der Verwüstung hinterlassen.
Stromausfälle und beeinträchtigte Verkehrswege
Chefminister von Assam Himanta Biswa Sarma teilte mit, knapp 900 Dörfer seien überschwemmt worden. Mehr als 7.000 Häuser hätten keinen Strom. Wegen Überschwemmungen war am Donnerstagabend der Verkehr in der Hauptstadt von Assam, Guwahati, zum Teil beeinträchtigt. Pendler steckten wegen unter Wasser gesetzter Straßen stundenlang fest. Laut Experten führt der vom Menschen verursachte Klimawandel dazu, dass die Monsunregenfälle im Süden Asiens heftiger werden. Die Monsunregenzeit dauert normalerweise von Juni bis September und dann von Oktober bis Dezember.
Auswirkungen in den Nachbarländern
In Pakistan sind seit Ende Juni nach offiziellen Angaben bereits 72 Menschen zu Tode gekommen. Darunter seien 30 Kinder, insgesamt 187 Menschen seien zudem verletzt worden, meldete der pakistanische Katastrophenschutz. Insbesondere die Provinz Punjab, durch die wichtige Flüsse wie der Indus fließen, und die Region Khyber Pakhtunkhwa im Westen des Landes seien betroffen. Auch im Nachbarland Afghanistan ist es zu schweren Sturzfluten mit Toten gekommen. Bis Dienstag sind dort nach Angaben des afghanischen Katastrophenschutzes mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende gelten als vermisst.
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