Bundesumweltminister fordert Umdenken beim Wassermanagement
Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung und Trockenheit in Europa dringt Bundesumweltminister Carsten Schneider auf einen sorgfältigeren Umgang mit Wasser. Er fordert unter anderem die Renaturierung von Flüssen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat angesichts der fortschreitenden Erderwärmung zu einem sorgfältigeren Umgang mit Wasser gemahnt. Bei einem Treffen der EU-Umweltminister im irischen Cork betonte er die Notwendigkeit einer kooperativen Zusammenarbeit der EU-Staaten. Er fordert unter anderem ein Umdenken beim Wassermanagement und konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung. "Wir sind mitten im Klimawandel. Wir müssen zum einen die Erderwärmung aufhalten, aber auch mit dem Wassermanagement und der Klimaanpassung umgehen", sagte Schneider am Freitag am Rande des Treffens im irischen Cork, wie das Portal Business-Politik berichtet.
Trockenheit als Alarmzeichen
Die aktuell in weiten Teilen Europas verbreitete Trockenheit wertete Schneider als "ein Alarmzeichen, dass wir mehr tun müssen". Es müsse größere Anstrengungen geben, um "das Wasser in der Fläche zu halten und es nicht abfließen zu lassen", verlangte der Umweltminister.
Abkehr von Flussbegradigungen
Konkret drang Schneider auf die Wiedervermessung von Mooren und den Verzicht auf die Begradigung von Flüssen. Statt diese "zu Kanälen machen, auf denen man nur fährt", gelte es "Flüsse wieder zu Auen machen, damit das Wasser in der Fläche bleibt". Dies bedeute ein Umdrehen des Denkens und Tuns der letzten 60, 70 Jahre, sei aber erforderlich, um mit der Wasserknappheit umzugehen.
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