Proteste in Albanien: Polizei setzt Tränengas und Wasserwerfer ein
In Albanien ist es bei Demonstrationen gegen eine Millionensubvention für ein Kanye-West-Konzert und gegen ein Luxus-Bauprojekt zu Zusammenstößen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.
Bei Protesten in der albanischen Hauptstadt Tirana hat die albanische Polizei Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt. Der Protest richtete sich gegen eine geplante Millionen-Subvention für ein Konzert eines umstrittenen US-Rappers sowie gegen ein Luxus-Bauprojekt. Mehrere Hundert Demonstranten versuchten am Donnerstag, die Absperrung um das Parlament zu überwinden. Einige der Protestierenden bewarfen die Sicherheitskräfte mit Eiern und Steinen, wie AFP-Journalisten beobachteten. Das albanische Parlament sollte am Donnerstag eine Subvention in Höhe von vier Millionen Euro für ein Konzert des Rappers verabschieden, der bereits Anfang Juli in Tirana aufgetreten war. Der unter dem Künstlernamen Ye auftretende Kanye West hatte immer wieder mit antisemitischen Äußerungen Aufsehen erregt. Wie das Portal Business-Politik berichtet, veröffentlichte er im vergangenen Jahr einen Song mit dem Titel "Heil Hitler", zuvor vermarktete er T-Shirts mit Hakenkreuz-Aufdruck. Zuletzt hatte der Rapper seine antisemitischen Äußerungen mit einer bipolaren Störung begründet und betont, er sei weder Nazi noch Antisemit.
Welle von Protesten gegen Luxus-Bauprojekt
Die jüngsten Kundgebungen reihen sich ein in eine Welle von Protesten seit Ende Mai gegen ein geplantes Luxus-Bauprojekt des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner. Allabendlich finden sich seitdem zahlreiche Demonstranten vor dem Amtssitz von Regierungschef Edi Rama zusammen und fordern dessen Rücktritt. Bis Mitte Juli beteiligen sich täglich Zehntausende an den sogenannten Flamingo-Protesten, seitdem gingen die Zahlen zurück.
Pläne für Naturschutzgebiet und Insel Sazan
US-Präsidententochter Ivanka Trump und ihr Ehemann Kushner wollen in einem Naturschutzgebiet an der Südwestküste Albaniens, das als Brutgebiet für Flamingos dient, ein Luxus-Resort bauen lassen. Zudem soll auf der bislang unbewohnten Insel Sazan, einst eine geheime kommunistische Militärbasis, ein luxuriöser Urlaubsort entstehen. Die Proteste begannen, als Ende Mai Stacheldraht und Bulldozer an Stränden in Zvernec auftauchten. Viele Demonstranten zeigen sich mit Protestbannern in Form von rosa Flamingos.Die albanische Regierung versucht seit langem, die Wirtschaft durch Tourismus anzukurbeln. Trumps Familie hat weltweit in zahlreiche Luxusprojekte investiert. Kritiker werfen nicht nur Trumps Söhnen, sondern auch Kushner und seiner Frau vor, Trumps Präsidentschaft für eigene Geschäfte zu nutzen.
Auf den griechischen Inseln Kreta und Paros kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen anhaltende Waldbrände. Aufgrund der starken Winde und schwierigen Bedingungen bleibt die Lage in mehreren Regionen angespannt.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der Klimawandel extreme Brandbedingungen in Spanien und Frankreich massiv verschärft. Während Südeuropa brennt, warnt die UN vor den Folgen fossiler Energieträger.
Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.
Nach einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind mindestens 15 Menschen im Meer ertrunken. Die spanische Regierung hat das Militär zur Unterstützung der Sicherheitskräfte entsandt.
Nachdem binnen 24 Stunden mehr als 49.000 Migranten die spanische Exklave Ceuta erreicht haben, ist die Lage vor Ort chaotisch. Die Krise sorgt auch für diplomatische Spannungen innerhalb Europas.
Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.