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Ausbreitung von Waldbränden in Südeuropa zwingt Tausende zur Flucht

In Frankreich, Spanien und Italien kämpfen Einsatzkräfte gegen schwere Waldbrände. Neben großflächigen Evakuierungen sind auch mehrere Todesopfer unter den Feuerwehrleuten zu beklagen.

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In Teilen von Frankreich, Spanien und Italien breiten sich die dort lodernden Waldbrände weiter aus. Bei extremer Hitze mussten Tausende Menschen ihre Häuser verlassen, während Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpfen. Bei den Löscharbeiten in Frankreich und Italien kamen bereits drei Feuerwehrleute ums Leben.

Evakuierungen und Todesopfer in Frankreich

Im südwestfranzösischen Département Gironde brachten die Behörden in der Nacht mehr als 10.000 Menschen in Sicherheit. Ein Brand, der am Mittwoch in der Gemeinde Saumos ausbrach, zerstörte bereits mehr als 2.000 Hektar und breitete sich in Richtung Südwesten auf die Gebiete Le Porge und Lège-Cap-Ferret aus. Am Donnerstagmorgen waren dort 500 Feuerwehrleute im Einsatz, während Luftunterstützung unterwegs war.
In Mérignac, einem Vorort von Bordeaux, kamen am Dienstag zwei Feuerwehrleute beim Löschen der Flammen ums Leben. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez traf am Mittwoch deren Angehörige sowie Kolleginnen und Kollegen, um ihrer zu gedenken, wie der Minister auf Social Media schrieb. Nach Angaben von Météo-France stehen mehrere Départements in Südfrankreich auch am Donnerstag weiter auf der roten Warnstufe für Waldbrände.

Kritische Lage und ein Todesopfer auf Sizilien

Auch auf Sizilien sind Brände ausgebrochen, wie Euronews berichtet. Rund 6.000 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehrleute, Forstbeamte und Mitarbeitende des Zivilschutzes, wurden mobilisiert. Nach Angaben der Regionalregierung waren bis Mittwoch 300 der 344 gemeldeten Brände auf der Insel gelöscht. „Am kritischsten ist die Lage derzeit in Casaboli, Bivona, Alimena, San Cataldo, Galati Mamertino, in einigen Bereichen des Madonie-Parks sowie im Gebiet von Syrakus“, hieß es in einer Mitteilung.
Ein Feuerwehrmann, den die Behörden als Alessandro Marchi benannten, kam beim Einsatz in San Cataldo ums Leben. Italiens Innenminister Matteo Piantedosi teilte mit: „Er hat sein Leben im Dienst der Gemeinschaft verloren. Im Namen des Innenministeriums und persönlich spreche ich seiner Familie mein tief empfundenes Beileid aus“.

Brände in Spanien und europäische Bilanz

Südwestlich der spanischen Hauptstadt Madrid wütet ein großer Waldbrand zwischen den Orten Almorox und Villa del Prado. Von der Guardia Civil veröffentlichte Videoaufnahmen zeigen, wie Beamtinnen und Beamte von Haus zu Haus gehen und Bewohner aus Teilen des Gebiets in Sicherheit bringen. Bis Mittwochabend waren hier 88 Feuerwehrleute, 35 Fahrzeuge und ein Hubschrauber im Einsatz. Zuvor hatte bereits ein verheerender Waldbrand in der Provinz Guadalajara nördlich von Madrid rund 32.000 Hektar zerstört.
Nach Daten des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS haben Brände im Jahr 2026 bislang rund 254.388 Hektar in der EU vernichtet. Diese Zahlen liegen über dem langjährigen Durchschnitt, aber noch unter den 270.449 Hektar, die im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 brannten.

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