Sven Schulze warnt vor Kooperation von BSW und AfD in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze befürchtet nach der Landtagswahl ein Zusammengehen von BSW und AfD. Er wirft den Parteispitzen vor, das Bundesland nur für bundespolitische Zwecke zu nutzen.
Wahlkampf-Stürme im Osten. Am Ende kochen doch alle nur mit Teewasser.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) rechnet nach der kommenden Landtagswahl mit einer Kooperation zwischen dem BSW und der AfD. Sollte das BSW den Sprung in das Parlament schaffen, werde es der AfD an die Macht verhelfen wollen, erklärte der Politiker. In einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgabe), berichtet Business-Politik, äußerte sich CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze besorgt über die zukünftige politische Landschaft. „Ich bin überzeugt davon, dass das BSW mit der AfD gemeinsame Sache machen wird, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt“, sagte Schulze.
Vorwurf der bundespolitischen Profilierung
Nach Ansicht von Schulze gehe es den Verantwortlichen der beiden Parteien vor allem um bundespolitischen Einfluss. Die AfD in Person von Parteichefin Alice Weidel versuche über die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt eine stärkere bundespolitische Bedeutung zu erlangen. Auch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht strebe nach Aufmerksamkeit für ihre Partei. „Auch das BSW und Sahra Wagenknecht wollen über Sachsen-Anhalt bundespolitisch ins Gespräch kommen“, fügte Schulze hinzu.
Kritik an den Parteispitzen
Als Bundesland sei Sachsen-Anhalt sowohl der AfD-Vorsitzenden als auch der BSW-Gründerin egal, kritisierte Ministerpräsident Sven Schulze weiter. „Ich möchte nicht, dass Sachsen-Anhalt von Frau Weidel aus der Schweiz und von Frau Wagenknecht aus dem Saarland regiert wird.“
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. In den aktuellen Umfragen liegt die AfD derzeit deutlich vor der regierenden CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
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