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Wachsende Spannungen am Persischen Golf: Iran droht mit Selbstbombardierung bei US-Invasion

Angesichts drohender US-Bodenoffensiven verschärft Teheran seine Rhetorik. Neben der Bombardierung eigenen Territoriums stehen auch mögliche Angriffe auf Kuwait im Raum.

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Die militärischen Spannungen im Persischen Golf verschärfen sich zusehends, da sowohl der Iran als auch die USA mit Bodenoffensiven drohen. Ein Sprecher der iranischen Armee warnte vor einer Bombardierung des eigenen Territoriums im Falle einer US-Besetzung, während in Washington konkrete Pläne für Bodenoperationen diskutiert werden. Zudem wächst die Sorge vor iranischen Angriffen auf Nachbarstaaten wie Kuwait.

Wie Euronews berichtet, meldet das US Central Command den zehnten Tag in Folge Angriffe auf iranische Ziele. Vor diesem Hintergrund drohte Brigadegeneral Mohammad Akrami-Nia im iranischen Staatsfernsehen mit drastischen Maßnahmen: „Wenn Amerika unser Territorium besetzt, werden wir sogar unser eigenes Land bombardieren“, sagte der Militärsprecher und fügte hinzu: „Das ist die Logik des Krieges.“ US-Präsident Donald Trump will in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen entscheiden, während in Washington bereits offen über eine US-Bodenoffensive gesprochen wird.

Laut der Zeitung Washington Post arbeitet das Pentagon an Optionen für Bodenoperationen im Iran, die unterhalb einer vollständigen Invasion blieben. Diese könnten Tausende Soldaten umfassen und sich über Wochen oder Monate hinziehen. Das Weiße Haus erklärte dazu, das Verteidigungsministerium solle dem Präsidenten „maximale Handlungsfreiheit“ verschaffen, was jedoch keine finale Entscheidung Trumps bedeute.

Pläne für Bodenoperationen und drastische Drohungen

Der frühere iranische Außenminister und heutige Parlamentsabgeordnete Manutschehr Mottaki fordert eine Ausweitung der iranischen Maßnahmen. „Die Drohungen der USA haben zugenommen. Sie haben erklärt, Kharg zu besetzen und die Kontrolle über Irans Ölanlagen zu übernehmen“, sagte Mottaki. Er plädiert dafür, US-Soldaten gefangen zu nehmen: „Ich werbe seit Langem für einen Bodenkrieg. Wir sollten einen der US-Stützpunkte in der Region besetzen, seine Soldaten gefangen nehmen und nach Iran bringen“, fügte er hinzu.

Mögliche Ausweitung auf Kuwait

Der iranische Abgeordnete Ahmad Bakhshayesh Ardestani, ehemals Mitglied der nationalen Sicherheitskommission des Parlaments, erklärte, Teheran könne Bodenangriffe auf Kuwait und Bahrain starten, falls die USA in iranisches Territorium einmarschierten. Mit Blick auf einen möglichen US-Angriff auf die Insel Kharg sagte er, Washington könne sie vielleicht für einen Tag einnehmen, aber nicht halten. „Iranische Raketen aus Semnan, Zahedan, Isfahan und anderen Regionen können die Insel erreichen. Eine Besetzung von Kharg würde die Insel in ein Ziel für Iran verwandeln“, sagte Ardestani.

Konflikte um die Insel Bubiyan

Die Spekulationen über ein mögliches iranisches Vorgehen gegen Kuwait nehmen zu, einschließlich der Insel Bubiyan. Die Insel ist mit einer Fläche von 863 Quadratkilometern Kuwaits größtes Eiland und liegt am nördlichen Ende des Persischen Golfs nahe der irakischen Grenze. In sozialen Netzwerken wird spekuliert, dass die Revolutionsgarden und deren Spezialeinheit Saberin eine Bodenoperation über den Südirak starten könnten, falls Washington iranisches Territorium angreife. Unabhängig bestätigen lassen sich Berichte über Truppenbewegungen an der Grenze zu Kuwait jedoch nicht.

Kuwait beherbergt US-Truppen und gehört in der jüngsten Welle iranischer Angriffe zu den am stärksten getroffenen Staaten. Bereits Berichte aus dem März und Mai warfen Kommandos der Revolutionsgarden vor, Bubiyan ins Visier genommen und Gefechte mit kuwaitischen Einheiten geliefert zu haben. Am ersten Mai erreichten sechs Angehörige der Revolutionsgarden mit einem gemieteten Fischerboot die Insel Bubiyan. Kuwaits Sicherheitskräfte stellten sie. Vier Männer wurden festgenommen, zwei entkamen nach einem Feuergefecht, bei dem ein kuwaitischer Soldat verletzt wurde, so die Behörden in Kuwait. Das kuwaitische Innenministerium erklärte, die Männer hätten gestanden, Angehörige der Revolutionsgarden zu sein und mit dem Auftrag zu „feindlichen Handlungen“ gelandet zu sein. Irans Außenministerium wies den Vorwurf zurück und erklärte, die vier Offiziere seien wegen eines Navigationssystem-Ausfalls in kuwaitische Gewässer geraten.

Trump erklärte Mitte März, die Angriffe hätten die militärische Infrastruktur auf Kharg „ausgelöscht“, die Ölanlagen habe man jedoch bewusst verschont. Er drohte, die Entscheidung zu überdenken, falls Teheran weiter den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stört. Nachdem iranische Angriffe in dieser Woche US-Soldaten getötet hatten, schrieb Trump auf Truth Social: „Jedes Mal, wenn Iran einen amerikanische Soldaten tötet, wird es den Preis dafür vielfach bezahlen.“ Seit Beginn des Krieges Ende Februar sind nach Angaben des US-Militärs 15 US-Soldaten ums Leben gekommen.

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