Wetterprognose für August: Warme Temperaturen und uneinheitliche Aussichten beim Regen
Während die langfristigen Wettermodelle für den August weiterhin warme Temperaturen vorhersagen, herrscht Uneinigkeit über die Niederschlagsmengen. Zudem belasten niedrige Grundwasserstände und sinkende Flusspegel die Böden in Deutschland.
Warm und nass oder heiß und trocken? Hauptsache, das Bier bleibt kalt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die langfristigen Wetterprognosen für den August in Deutschland deuten auf anhaltend warme Temperaturen hin, die über dem Durchschnitt liegen dürften. Während sich die Modelle bei den Temperaturen einig sind, gehen die Vorhersagen bezüglich der Niederschlagsmengen weit auseinander. Gleichzeitig sorgen niedrige Grundwasserstände und sinkende Flusspegel weiterhin für Trockenheit in den Böden. In Berlin hat die Woche kühl und mit leichtem Regen begonnen. Für die kommenden Tage prognostiziert der Deutsche Wetterdienst für den Norden und Osten Deutschlands wechselhaftes, gebietsweise stark bewölktes Wetter mit Schauern, wobei längere sonnige Abschnitte an der Nord- und westlichen Ostsee erwartet werden. Im Westen und Süden bleibt es dagegen überwiegend sonnig und trocken, mit Höchstwerten zwischen 17 und 26 Grad von Nord nach Süd. Auf dem Brocken im Harz sanken die Nachttemperaturen erstmals wieder unter 10 Grad Celsius, was besonders in der Südhälfte Deutschlands für Abkühlung sorgt, während in Südeuropa extreme Hitze herrscht.
Uneinigkeit beim Niederschlag im August
Bezüglich der Temperaturen in den kommenden Wochen sind sich das europäische Modell des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) und das US-amerikanische Modell der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) einig, dass der Sommer in Deutschland warm und überdurchschnittlich bleibt. Beim Niederschlag gehen die Modelle jedoch auseinander: Während NOAA viel Regen erwartet, rechnet das ECMWF-Modell mit einem trockenen August. Kachelmannwetter prognostiziert für den Südwesten Deutschlands im Jahr 2026 Sommertemperaturen auf dem Rekordniveau von 2003. Wetterexperte Dominik Jung erklärte gegenüber Euronews Deutschland, dass der Sommer immer wieder zurückschnappen werde. In der Münchner Abendzeitung führt der Meteorologe weiter aus: "Wahrscheinlicher ist ein Wechselspiel aus warmen bis heißen Phasen und Zwischenabkühlungen, kein durchgehender Hitzemonat wie 2018 oder 2022".
Niedrige Pegelstände und trockene Böden
Bereits im Juli sind die Pegel vieler Flüsse wie Rhein und Donau stark zurückgegangen. Leiter des Dürremonitors am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Andreas Marx äußerte sich dazu im Deutschlandfunk: "Die Grundwasserstände sind derzeit fast überall in Deutschland deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau“. Dies liege laut Marx weniger an einer Blitz-Dürre im Juni, sondern an zu geringen Niederschlägen in den vergangenen acht Monaten. Die Böden seien zu trocken, und das Grundwasser habe sich nicht ausreichend auffüllen können. An dieser Situation werde sich in den kommenden Wochen kaum etwas ändern. Zudem rechnen Experten aufgrund von Klimawandel, Hitze und Krieg weltweit mit steigenden Lebensmittelpreisen.
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