Sicherheitsbedenken im Baltikum: Litauen befürchtet russische Hybridangriffe
Litauen warnt vor möglichen russischen Provokationen und hybriden Angriffen auf die kritische Infrastruktur im Baltikum und in Polen. Das Land hat bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um potenzielle Bedrohungen abzuwehren.
Litauen warnt vor bevorstehenden russischen Provokationen und hybriden Angriffen im baltischen Raum sowie in Polen. Nach Angaben der litauischen Führung könnten sich diese Aktionen gegen die kritische Infrastruktur der Region richten. Litauen hat bereits reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, um mögliche Angriffe abzuwehren. Litauischer Verteidigungsminister Kaunas betonte am Montag im litauischen öffentlich-rechtlichen Radio LTR, wie Euronews berichtet: "der Krieg in der Ukraine verläuft nicht nach Russlands Plänen, Russland ist nicht in der Lage, diesen Krieg in der Ukraine zu gewinnen. In Russland selbst herrschen Tod, Erfolge sind selten, Treibstoff fehlt". "Die russische Öffentlichkeit stellt dem Kreml-Regime bereits die Frage, warum die Lage so ist und wo der versprochene Sieg bleibt", sagte Kaunas. Er unterstrich zudem: "Putin braucht eine neue Eskalation, einen neuen Sieg, und der baltische Raum, einschließlich Polen, ist in diesem Fall das nächste Ziel".
Berichte über hybride Angriffe
Seine Äußerungen stehen im Zusammenhang mit Medienberichten, die sich auf Geheimdienstinformationen stützen. Demnach bereite Russland hybride Angriffe und provokative Aktionen in Polen, aber auch in den baltischen Staaten vor. Mit solchen Schritten will Moskau offenbar die Reaktion der NATO und der betroffenen Regierungen testen.
Über mögliche russische Provokationen sprach auch litauischer Präsident Gitanas Nausėda, welcher von Kaunas erwähnt wurde. Er warnte, dass davon auch Litauen selbst betroffen sein könnte. Nausėda bestätigte, dass sich diese Informationen auf Geheimdienstdaten stützen. Es geht um mögliche russische Angriffe auf kritische Infrastruktur in der Region. Sie könnten mit konventionellen Mitteln erfolgen oder auf andere Weise, darunter hybride Operationen.
Litauen sieht aggressiven Ton Russlands
"Wir beurteilen die Lage und sehen den aggressiven Ton Russlands, unvernünftige Anschuldigungen gegen die baltischen Staaten und ein provokantes Auftreten. Litauen provoziert Russland nicht mit seinen Maßnahmen. Wir sind ein souveränes Land, Mitglied der NATO und der Europäischen Union, und wir entscheiden uns dafür, unsere Verteidigung zu stärken, unsere Armee auszubauen und die Integration mit den Staaten der westlichen Welt zu vertiefen. Das kann Russland in keiner Weise als Provokation auslegen", erklärte der litauische Verteidigungsminister.
Nach Ansicht von Kaunas ist Litauen bereit, Angriffe abzuwehren. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und den Schutz der kritischen Infrastruktur verstärkt. Das Innenministerium hat das Verteidigungsministerium um zusätzliche Unterstützung gebeten, also um mehr Ausrüstung und mehr Personal. Diese Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Und wir analysieren weiter täglich die Geheimdienstinformationen, die wir erhalten, um mögliche hybride Angriffe zu verhindern", betonte er. "Wir legen heute kein Enddatum fest. Wir beurteilen die Lage, sehen den aggressiven Ton Russlands, die unvernünftigen Anschuldigungen gegen die baltischen Staaten und das provokative Verhalten", fügte er hinzu.
Auf den griechischen Inseln Kreta und Paros kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen anhaltende Waldbrände. Aufgrund der starken Winde und schwierigen Bedingungen bleibt die Lage in mehreren Regionen angespannt.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der Klimawandel extreme Brandbedingungen in Spanien und Frankreich massiv verschärft. Während Südeuropa brennt, warnt die UN vor den Folgen fossiler Energieträger.
Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.
Nach einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind mindestens 15 Menschen im Meer ertrunken. Die spanische Regierung hat das Militär zur Unterstützung der Sicherheitskräfte entsandt.
Nachdem binnen 24 Stunden mehr als 49.000 Migranten die spanische Exklave Ceuta erreicht haben, ist die Lage vor Ort chaotisch. Die Krise sorgt auch für diplomatische Spannungen innerhalb Europas.
Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.