Meldung ✓

Militärische Eskalation im Nahen Osten: USA fliegen Luftangriffe auf Ziele im Iran

Nach dem Tod von drei US-Soldaten hat das US-Militär seine Luftangriffe auf strategische Ziele im Iran fortgesetzt. Teheran reagierte mit Drohungen und meldete Angriffe auf Öltanker in der Straße von Hormus.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Illustration zu: Militärische Eskalation im Nahen Osten: USA fliegen Luftangriffe auf Ziele im Iran
Illustration: KI-generiert
Die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich drastisch verschärft. Nach dem Tod von drei US-Soldaten flog das US-Militär die neunte Nacht in Folge Luftangriffe auf strategische Ziele im Iran. Während Teheran die Zerstörung von zwei Öltankern meldete, kam es auch in Kuwait und Bahrain zu militärischen Zwischenfällen.
Das US-Zentralkommando erklärte in einem Beitrag auf X, man habe bei den jüngsten Angriffen iranische militärische Kommandozentren, Luftabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen, maritime Fähigkeiten, Abschussstellen für Raketen und Drohnen sowie Kommunikationsnetze ins Visier genommen. Die Angriffe erfolgten, nachdem Washington den Tod von drei US-Soldaten bekanntgegeben hatte. Zwei Soldaten starben bei einem iranischen Angriff auf einen US-Stützpunkt in Jordanien, ein weiterer am Samstag im Irak bei der kontrollierten Sprengung einer abgeschossenen iranischen Drohne. US-Präsident Donald Trump sagte vor Journalisten bei seiner Rückkehr nach Washington nach dem WM-Finale: „Wir werden sehen, was passiert, aber wir haben sie heute Nacht erneut sehr hart getroffen.“ Die Angriffe seien „zu Ehren“ der „drei großen Patrioten“ erfolgt, fügte er hinzu.

Reaktionen im Nahen Osten und blockierte Seewege

Aus dem Iran kam in der Nacht auf Montag die Nachricht, man habe „zwei Öltanker in die Luft gejagt“. Die Revolutionswächter machten keine genaueren Angaben zu Herkunft, Ladung oder Opfern, teilten jedoch mit, die Schiffe seien „immobilisiert“ worden, nachdem sie eine „unsichere Route im südlichen Teil der Straße von Hormus“ befahren hätten. Die Besatzungen hätten eine Aufforderung des US-Militärs befolgt. Zudem starteten die Revolutionsgarden laut Staatsmedien einen „Überraschungsangriff“ auf ein „feindliches“ Kommandozentrum in Syrien. Wie Euronews berichtet, teilte die Armee Kuwaits mit, sie reagiere auf einen iranischen Angriff. „Alle hörbaren Explosionen sind auf Luftabwehrsysteme zurückzuführen, die feindliche Angriffe abfangen“, hieß es in einer Erklärung auf X. Bereits am Vortag hatte der Iran nach eigenen Angaben zwei US-Stützpunkte in Kuwait ins Visier genommen, und am Montagmorgen heulten auch in Bahrain die Raketenalarmsirenen.

Auswirkungen auf die Schifffahrt und Diplomatie

Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus ist weitgehend zum Erliegen gekommen, was den Preis für Rohöl der Sorte Brent am Montag über 90 Dollar je Barrel trieb. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Sonntag vor seiner Abreise auf die Philippinen zu einem Treffen der ASEAN-Außenminister: „Es ist klar, dass Iran – oder zumindest einige in Iran – die Straße kontrollieren und sie als Druckmittel gegen die Welt einsetzen wollen.“ Er forderte andere Staaten auf, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Die Vereinigten Staaten werden tun, was nötig ist, um die globale Schifffahrt zu schützen, und das weiterhin tun“, so Rubio weiter. „Aber andere Länder müssen beginnen, mehr Verantwortung zu übernehmen und mit Ausrüstung oder finanziellen Mitteln zu dieser Aufgabe beizutragen.“ Bezüglich einer diplomatischen Lösung betonte er: „Sie können kein Memorandum of Understanding als gültig betrachten, wenn sie die Bedingungen verletzen. Die Vereinigten Staaten sind einer diplomatischen Lösung stets aufgeschlossen. Wir haben mehrfach mit Iran versucht, zu einer Einigung zu kommen, und wir werden es weiter versuchen.“

Warnungen aus Teheran und zerstörte Infrastruktur

Irans oberste geistliche Autorität Mojtaba Khamenei warnte am Samstag im Staatsfernsehen vor „unvergesslichen Lektionen“, sollten die USA die Islamische Republik weiter angreifen. Er bezeichnete die Unterschrift von US-Präsident Trump unter das Abkommen über die vorläufige Waffenruhe als „wertlos und ungültig“. Zuvor hatte ein Unterhändler erklärt, Teheran setze seine Verpflichtungen aus dem Abkommen aus. Unterdessen trafen US-Luftangriffe am Samstag ein Strom- und Entsalzungswerk in der südiranischen Provinz Hormozgan, wie das iranische Staatsfernsehen meldete. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete, die Entsalzungsanlage Bonji sei zerstört worden, wodurch die Wasserversorgung für rund 10.000 Menschen ausfiel. Zudem wurde eine Entsalzungsanlage auf der Insel Qeschm beschädigt und drei Brücken getroffen, darunter eine auf einer Zufahrtsroute zum wichtigsten iranischen Hafen Bandar Abbas.

← alle Meldungen aus Iip Lun

Weitere Meldungen aus Iip Lun

Iip Lun ✓

Sorge vor Überproduktion auf dem Halbleitermarkt

Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.

31.07., 10:36 Uhr
Iip Lun ✓

Illegaler Sandabbau bedroht Umwelt und Existenz auf Kap Verde

Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.

31.07., 11:06 Uhr