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Wandel im Naturtourismus: Das sind die neuen „Big Five“ der Urlauber

Eine neue Studie zeigt, dass klassische Safaris Konkurrenz bekommen. Reisende zieht es heute vermehrt zu Pandas, Kängurus und Walen statt ausschließlich zu Löwen und Leoparden.

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Pandas statt Löwen? Hauptsache, die Viecher halten ordentlich Abstand von meinem Fischbrötchen. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Reiseträume von Urlaubern weltweit wandeln sich hin zu neuen Tierbeobachtungen abseits klassischer Safaris. Während Löwen, Leoparden oder Elefanten traditionell als Höhepunkt galten, stehen heute vermehrt Tiere wie Pandas, Kängurus und Wale im Fokus. Dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des Reiseveranstalters Explore, die das veränderte Interesse an weltweiten Naturreisen beleuchtet.

Für die Untersuchung befragte der Reiseveranstalter Explore 2.400 Menschen in zwölf Ländern und wertete die Google-Suchanfragen der vergangenen zwölf Monate aus. Dabei zeigte sich, dass die Bedeutung von Tierbeobachtungen auf Reisen deutlich gestiegen ist, wie Euronews berichtet. Die Suchanfragen nach „wildlife holidays“ legten um 211 Prozent zu. Weltweit gaben 72 Prozent der Befragten an, dass die Tierwelt bei der Wahl des Reiseziels eine wichtige oder zumindest eher wichtige Rolle spielt. Australien ist dabei mit 38 Prozent das mit Abstand beliebteste Ziel für Tierfans, gefolgt von Südafrika mit elf Prozent und Kenia mit neun Prozent. Kanada und China komplettieren die Top fünf mit sieben beziehungsweise sechs Prozent.

Pandas und Elefanten führen die neue Liste an

Der Große Panda aus den Bergregionen Chinas führt die neue Liste an. 41 Prozent der Befragten möchten diesen besonders gerne in freier Wildbahn sehen. Die schwarz-weißen Bären leben in dichten Bambuswäldern in den Provinzen Gansu, Shaanxi und Sichuan. Da sie schwer zu entdecken sind, gilt eine Sichtung als besonders reizvoll. Die Weltnaturschutzunion führt die einst als stark gefährdet eingestufte Art heute weiterhin als gefährdet. Gute Chancen für eine Beobachtung bieten die Chengdu Research Base oder das Wolong National Nature Reserve.

Elefanten sind das einzige Tier der ursprünglichen „Big Five“, das es auch auf die neue Liste geschafft hat. 32 Prozent der Befragten möchten sie in freier Wildbahn erleben. Die besten Möglichkeiten hierfür bietet der Chobe-Nationalpark in Botswana mit der weltweit größten Konzentration von bis zu 120.000 Elefanten. In Asien gilt der Udawalawe-Nationalpark in Sri Lanka als bekannter Zufluchtsort für verwaiste Elefanten.

Australiens Beuteltiere und Wale im Fokus

Ebenfalls 32 Prozent der Befragten wünschen sich, Kängurus in freier Wildbahn zu sehen. Die Tiere kommen in Australien in vielen Landschaften vor. Sichere Anlaufpunkte für Beobachtungen sind Kangaroo Island oder der Murramarang-Nationalpark in New South Wales. Koalas stehen mit 30 Prozent ebenfalls hoch im Kurs. Die Beuteltiere verschlafen zwar 18 bis 20 Stunden am Tag hoch oben in Eukalyptusbäumen, lassen sich aber auf Kangaroo Island oder in Port Stephens in New South Wales beobachten.

Den Abschluss der neuen Liste bilden Wale, die von 29 Prozent der Befragten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden wollen. Da Wale saisonal wandern, ist ihre Sichtung an vielen Orten möglich. Besonders gute Chancen bieten Hermanus in Südafrika sowie Mirissa in Sri Lanka, das als einer der weltweit besten Orte gilt, um Blauwale zu sehen.

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