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Militärische Eskalation am Golf: Sorge vor dauerhaftem Konflikt wächst

Nach den gegenseitigen Angriffen zwischen den USA und dem Iran droht der Golfregion ein lang anhaltender Konflikt. Die wichtige Handelsroute durch die Straße von Hormus ist blockiert, was Experten als ökonomische Katastrophe bezeichnen.

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Nach einer Reihe von gegenseitigen Militärschlägen zwischen den USA und dem Iran wächst in der Golfregion die Sorge vor einer dauerhaften Eskalation. Die wichtige Handelsstraße von Hormus ist derzeit faktisch blockiert, was weitreichende wirtschaftliche Folgen für den internationalen Handel hat. Experten warnen vor einem lang anhaltenden Konflikt, während diplomatische Lösungen derzeit ungewiss scheinen.

Im katarischen Sender al-Jazeera sind die Angriffe auf die Golfstaaten allabendlich das beherrschende Thema. Ein jordanischer Ex-General äußerte in einem Studio in Doha die Einschätzung, dass stündlich mit einer Verstärkung der amerikanischen Angriffe zu rechnen sei. "Diese Schläge könnten von hoher Intensität sein", sagt er. Diese könnten deutlich heftiger ausfallen als in den vergangenen Tagen. US-Präsident Donald Trump könne dies damit begründen, dass amerikanische Soldaten getötet wurden, so der Ex-General weiter.

Spirale aus Schlägen und Gegenschlägen

Seit mehr als einer Woche folgen die Angriffe und Vergeltungsschläge in rascher Abfolge aufeinander. Nachdem die iranische Marine Schiffe in der Straße von Hormus beschossen hatte, reagierte die US-Luftwaffe in der Nacht mit der Bombardierung von Munitionsdepots und Raketenstellungen an der iranischen Küste. Sobald das zuständige Militärkommando CENTCOM am frühen Morgen mitgeteilt hatte, die Angriffswelle sei vorüber, folgte die iranische Antwort in Form von Raketen und Drohnen, die auf US-Militärbasen in Bahrain und Kuwait abgeschossen wurden, ebenso wie auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Mittlerweile kommt es jedoch auch zu Angriffen, die über dieses Muster hinausgehen. Die USA zerstören Brücken im Iran, während der Iran Meerwasserentsalzungsanlagen in Kuwait bombardiert sowie Ziele in Katar und Saudi-Arabien ins Visier nimmt.

Drohender Dauerzustand und wirtschaftliche Folgen

Obwohl die Situation noch nicht das Ausmaß des Konflikts aus dem Frühjahr erreicht hat, warnt Direktor des Arab-Perspektives-Instituts mit Sitz in Doha Zeidon al-Kinani vor den langfristigen Folgen. Wenn die Entwicklung so weitergehe, drohe ein halb-dauerhafter Krieg, so al-Kinani im Gespräch mit der ARD, wie die Tagesschau berichtet. In Doha verfalle zwar noch niemand in Panik, doch in allen arabischen Golfstaaten bestehe der dringende Wunsch nach einem Ende des Krieges.

Eine militärische Lösung wird von Experten jedoch bezweifelt. Politikwissenschaftler Hasni Abidi erklärte bei Al-Jazeera: "Wenn die militärische Eskalation darauf abzielt, den Einfluss Irans auf die Straße von Hormus zu verringern, dann ist das eine Fehleinschätzung." Die Kontrolle über diese Meerenge sei für den Iran ein zentraler Teil der Sicherheitsdoktrin und der einzige Trumpf. Derzeit ist die Route für den internationalen Handel faktisch gesperrt, weshalb Öltanker und Containerschiffe im Persischen Golf feststecken. Al-Kinani spricht von einer "ökonomischen Katastrophe." Zwar suchten die Golfstaaten nach alternativen Exportrouten für Öl und Gas, dies sei jedoch kurzfristig nicht realisierbar und die Straße von Hormus bleibe auch mittelfristig unersetzlich.

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