Fährunglück vor Guyana: Große Rettungsaktion nach Sinken der MV Barima
Vor der Küste von Guyana ist eine Passagierfähre mit 116 Menschen an Bord gesunken. Rettungskräfte konnten bislang mindestens 53 Überlebende bergen, während die Suche fortgesetzt wird.
Vor der Küste von Guyana ist eine Passagierfähre mit 116 Menschen an Bord in Seenot geraten und offenbar gesunken. Die Behörden haben umgehend eine große Such- und Rettungsaktion gestartet, bei der bislang mindestens 53 Menschen gerettet werden konnten. Die MV Barima hatte am späten Samstagabend auf der Fahrt von Georgetown nach Port Kaituma einen Notruf abgesetzt. Die Küstenwache Guyanas nahm den Notruf gegen 23 Uhr entgegen und rückte gemeinsam mit privaten Schiffen aus. Premierminister Mark Phillips erklärte der Nachrichtenagentur AFP, die Such- und Rettungsarbeiten würden bei Tageslicht fortgesetzt. Er rechne damit, dass die Zahl der Geretteten weiter steigt, wie Euronews berichtet. Auf Facebook veröffentlichte Phillips dazu einen Zwischenbericht und Fotos von den Einsätzen.
Medizinische Versorgung der Überlebenden
Regierungsmitglied Juan Edghill sagte in einem auf Facebook veröffentlichten Video, in das Gebiet seien Ärzteteams entsandt worden. Sie versorgen Überlebende, die von der Küstenwache und anderen Rettungsschiffen an Land gebracht werden.
Sicherheitsausrüstung und Schiffsdaten
Nach Angaben von Edghill verfügte die Fähre über 250 Schwimmwesten, zwei feste Rettungsboote und sechs aufblasbare Rettungsflöße. Die MV Barima wurde 1939 gebaut und ist nach Angaben der Schiffsverfolgungsseite VesselFinder rund 40 Meter lang. Die Passagierfähre verkehrt regulär zwischen Georgetown und Port Kaituma. Sie bringt Fahrgäste und Fracht in Gemeinden im North West District von Guyana.
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