Großbrände in Spanien wüten weiter: Tausende Hektar zerstört und Evakuierungen in Guadalajara
Zwei unkontrollierte Waldbrände halten die spanischen Regionen Aragón und Kastilien-La Mancha in Atem. Neben enormen Landschaftsschäden kam es bereits zu Evakuierungen von Hunderten Anwohnern.
In Spanien bedrohen zwei unkontrollierte Großbrände weiterhin Gebiete in Aragón und Kastilien-La Mancha. Der folgenschwerste Brand des Jahres 2026 hat nahe Saragossa bereits rund 15.400 Hektar Land zerstört. Zudem zwangen die Flammen in der Provinz Guadalajara Hunderte Menschen zur Evakuierung, wie Euronews berichtet.
Feuerwehr stoppt Flammen vor Luesia
Was am Mittwoch bei Orés als kleiner Brand begonnen hatte, entwickelte sich innerhalb von vier Tagen zum bisher zerstörerischsten Waldbrand des Jahres 2026 in Spanien. Vorläufige Schätzungen gehen von einer verbrannten Fläche von etwa 15.400 Hektar und einem Brandperimeter von rund 60 Kilometern aus. Die Feuerwehr konnte die Flammen am Rand von Luesia stoppen und so ein Eindringen in den Ortskern verhindern. Die Front bleibt jedoch aktiv und rückt weiter in Richtung Biota vor. Die weitere Entwicklung in Orés, Asín, Malpica de Arba, Uncastillo sowie im navarrischen Petilla de Aragón hängt maßgeblich vom Wind ab.
Evakuierungen in der Provinz Guadalajara
Auch in La Mierla in der Sierra Norte von Guadalajara bleibt die Lage angespannt. Dort hat das Feuer bereits mehrere Tausend Hektar vernichtet und führte zur Evakuierung von 529 Bewohnerinnen und Bewohnern aus elf Gemeinden. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich besonders auf den Flankenabschnitt in Richtung Semillas, um die dortigen Wohnhäuser vor den Flammen zu schützen. Aus Sicherheitsgründen sind die umliegenden Straßen gesperrt, während der Zivilschutz ES-Alert-Warnmeldungen an Mobiltelefone verschickt, um die Bevölkerung aufzufordern, den Brandperimeter weiträumig zu meiden.
Erschwerte Bedingungen durch das Wetter
Die Löscharbeiten werden bei beiden Bränden durch das Klima erheblich erschwert. Hohe Temperaturen, wechselnde Winde und teils steiles Gelände stellen die Einsatzkräfte am Boden und in der Luft vor große Herausforderungen. Da die Brandperimeter weder in der Provinz Zaragoza noch in Guadalajara als stabil gelten, halten die Rettungskräfte ihre Notfallpläne und die Überwachung unverändert aufrecht.
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