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Peking und Pyongyang wollen Partnerschaft weiter vertiefen

Nach einem Treffen zwischen Machthaber Kim Jong Un und einer hochrangigen Delegation aus China soll die Kooperation beider Länder ausgebaut werden. Hintergrund sind auch wirtschaftliche Probleme Nordkoreas.

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist in Pyongyang mit einer hochrangigen chinesischen Delegation zusammengetroffen. Ziel des Treffens ist der weitere Ausbau der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Die Annäherung erfolgt vor dem Hintergrund regionaler Sicherheitsfragen und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Wie Euronews berichtet, steht Wang Huning, Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei, an der Spitze der chinesischen Delegation, die Anfang der Woche in der nordkoreanischen Hauptstadt gelandet ist. Dies meldete Nordkoreas staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.

Sorgen um Einfluss auf der koreanischen Halbinsel

China pflegt historisch ein schwieriges Verhältnis zu Pyongyang, hält aber Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehungen aufrecht. Die wachsende Nähe Nordkoreas zu Russland sorgt in Peking für neue Sorgen um den eigenen Einfluss auf der koreanischen Halbinsel. In den vergangenen Jahren versucht China, seine Rolle in der Region wieder stärker zu behaupten. Im Juni reiste Staatspräsident Xi Jinping zu einem Besuch nach Pyongyang. Xi und Kim einigten sich dabei auf eine weitere „Entwicklung der Beziehungen“.
Kim erklärte nach KCNA-Angaben, das jüngste Treffen mit Huning zeige die Bedeutung der Beziehungen beider Staaten. Es sei eine „unerschütterliche Politik“ Nordkoreas, die „traditionellen freundschaftlichen und kooperativen Beziehungen“ zu China weiter auszubauen. Huning kündigte in einer Rede am Donnerstag laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua an, Peking wolle den „Austausch und das gegenseitige Lernen“ mit Pyongyang vertiefen. Beide Regierungen wollten gemeinsam daran arbeiten, „Frieden und Stabilität in der Region und weltweit“ zu fördern.

Wirtschaftliche Not und das Prinzip der Selbstständigkeit

Nach einem Bericht des Institute for the Study of War vom Mittwoch bemüht sich Nordkorea in den vergangenen Monaten verstärkt um engere Beziehungen zu China. Ziel sei demnach, an Devisen zu gelangen und die angeschlagene Wirtschaft zu stützen. Nordkorea bleibt eines der abgeschottetsten Länder der Welt. Die rund 26 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner leben unter hoher Armut und leiden unter Nahrungsmittelknappheit. Das Land ist weitgehend von der internationalen Gemeinschaft abgeschnitten. Die Isolation des Landes wird häufig mit dem Grundprinzip „Juche“ erklärt, das auf Selbstständigkeit setzt. Nordkorea strebt politische Unabhängigkeit sowie wirtschaftliche und militärische Eigenversorgung an.

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