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Frankreich und Marokko vertiefen Zusammenarbeit mit elf neuen Abkommen

Nach Jahren diplomatischer Spannungen haben Frankreich und Marokko zahlreiche neue Kooperationen vereinbart. Bei einem Treffen wurden elf Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Infrastruktur unterzeichnet.

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Elf neue Abkommen. Bei uns im Norden reicht dafür meist ein kräftiger Handschlag. — Rocky, Chefkolumnist
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Frankreich und Marokko haben nach Jahren angespannter Beziehungen eine weitreichende Annäherung eingeleitet. Im Rahmen eines offiziellen Treffens unterzeichneten beide Seiten elf neue Abkommen in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und Infrastruktur. Die Vereinbarungen sollen zudem neue Projekte im Hinblick auf einen bevorstehenden Staatsbesuch des marokkanischen Königs in Frankreich anstoßen.
Seit dem Jahr 2019 habe es kein offizielles Treffen dieser Größenordnung mehr gegeben, betonte Sébastien Lecornu auf seinem X-Konto. Nach mehreren Jahren gespannter Beziehungen hatten Frankreich und dessen ehemalige Kolonie Marokko im Jahr 2024 wieder eine Annäherung eingeleitet. Laut Lecornu sollte das Treffen die 2024 eingegangenen Verpflichtungen umsetzen und neue Projekte mit Blick auf einen bevorstehenden Staatsbesuch von König Mohammed VI. in Frankreich anstoßen.

Frankreichs Premier sprach von einer "außergewöhnlich positiven Bilanz in allen Bereichen", darunter Industrie, Energie, Sicherheit, Verteidigung, Kultur, Bildung und Landwirtschaft, wie Euronews berichtet. Beide Seiten unterzeichneten elf Abkommen, vor allem in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft. Es geht um eine verstärkte Zusammenarbeit bei der Bahn, der Schifffahrt und großen Straßeninfrastrukturen, um Stromnetzverbindungen zwischen Frankreich und Marokko sowie um den Ausbau von Partnerschaften in Forschung, Kultur, Ausbildung und Innovation.

Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit

Beide Länder sprachen zudem über Sicherheit und den Kampf gegen den Drogenhandel. Lecornu lobte die Zusammenarbeit der Sicherheitsdienste beider Staaten im Kampf gegen Terrorismus, Drogenhandel, Menschenhandel und illegale Einwanderung. Er sprach von "beispiellosen operativen Erfolgen in den vergangenen Wochen, ermöglicht durch die gemeinsame Arbeit von Polizei und Justiz".

Hintergründe der Annäherung

Nach Jahren angespannter Beziehungen hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bei seinem Staatsbesuch in Marokko im Oktober 2024 vor dem marokkanischen Parlament die "marokkanische Souveränität" im Konflikt um Westsahara bekräftigt. Marokko beansprucht die benachbarte ehemalige spanische Kolonie für sich, während die dortige, von Algerien unterstützte Frente Polisario für einen eigenen Staat kämpft. Der Weltsicherheitsrat stimmte im Jahr 2025 dafür, dass das Gebiet eine autonome Region Marokkos wird.

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