Erneuter iranischer Raketenangriff auf Katar abgewehrt
Die katarische Luftabwehr hat am frühen Freitagmorgen mehrere aus dem Iran abgefeuerte Raketen über der Hauptstadt Doha abgefangen. Bei dem Angriff wurde ein Kind durch herabfallende Splitter verletzt.
Am frühen Freitagmorgen hat der Iran erneut schwere Raketenangriffe auf Katar durchgeführt. Die katarische Luftabwehr konnte nach eigenen Angaben alle anfliegenden Raketen über der Hauptstadt Doha abfangen. Durch herabfallende Trümmerteile wurde ein Kind verletzt. Die iranischen Streitkräfte feuerten die ballistischen Raketen am Freitagmorgen in zwei Wellen um 3.30 Uhr und 5.45 Uhr Ortszeit (2.30 Uhr und 4.45 Uhr MEZ) ab. Wie Euronews berichtet, meldeten Reporter aus ganz Doha, dass ein Luftalarm über Mobiltelefone die Bevölkerung weckte und aufforderte, Schutz zu suchen. Die Hauptstadt wurde daraufhin von zwei lauten Detonationen erschüttert, als die Luftabwehr die Raketen abfing. Die Druckwellen waren in weiten Teilen der Stadt spürbar. Nach offiziellen Angaben der Behörden erlitt ein Minderjähriger durch herabfallende Raketensplitter Verletzungen und wird medizinisch versorgt.
US-Luftstützpunkt im Visier
Das katarische Militär gab an, sämtliche Raketen erfolgreich abgefangen zu haben. Die Angriffe zielten offenbar auf den US-Luftstützpunkt Al-Udeid ab. Dies ist der größte Stützpunkt des US-Militärs in der Region, von dem aus seit einer Woche Angriffe auf Ziele im Iran geflogen werden. Die Angriffe erfolgten am Ende einer viertägigen Staatstrauer in Katar für den ehemaligen Emir Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani. Am Mittwoch war Irans Außenminister Abbas Araghchi nach Doha gereist, um Vertretern Katars sein Beileid auszusprechen, wie das iranische Außenministerium mitteilte.
Zusammenbruch des Zwischenabkommens
Irans Revolutionsgarden (IRGC) hatten bereits frühere Raketenangriffe auf Katar bestätigt und erklärt, den Stützpunkt Al-Udeid ins Visier genommen zu haben. In den vergangenen Tagen weiteten die iranischen Streitkräfte ihre Angriffe auch auf Nachbarstaaten wie Kuwait, Bahrain und Jordanien aus. Zuvor waren eine Waffenruhe und ein Zwischenabkommen mit den USA zusammengebrochen, das den Weg zu einem umfassenden Friedensabkommen ebnen sollte. Katar gehört gemeinsam mit Pakistan zu den wichtigsten Vermittlern zwischen den beiden Konfliktparteien.
Auf den griechischen Inseln Kreta und Paros kämpfen hunderte Feuerwehrleute gegen anhaltende Waldbrände. Aufgrund der starken Winde und schwierigen Bedingungen bleibt die Lage in mehreren Regionen angespannt.
Eine neue wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass der Klimawandel extreme Brandbedingungen in Spanien und Frankreich massiv verschärft. Während Südeuropa brennt, warnt die UN vor den Folgen fossiler Energieträger.
Während die Nachfrage nach Halbleitern für Künstliche Intelligenz hoch ist, droht durch den Ausbau von Fabriken und das Aufholen Chinas eine weltweite Chipschwemme.
Nach einem Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind mindestens 15 Menschen im Meer ertrunken. Die spanische Regierung hat das Militär zur Unterstützung der Sicherheitskräfte entsandt.
Nachdem binnen 24 Stunden mehr als 49.000 Migranten die spanische Exklave Ceuta erreicht haben, ist die Lage vor Ort chaotisch. Die Krise sorgt auch für diplomatische Spannungen innerhalb Europas.
Auf der kapverdischen Insel Santiago führt die illegale Sandgewinnung für die Bauwirtschaft zu schweren Umweltschäden. Viele Frauen sehen in der harten Arbeit dennoch die einzige Möglichkeit, ihre Familien vor dem Verhungern zu bewahren.