Große Mehrheit der Schweizer blickt zuversichtlich in die Zukunft
Eine neue Umfrage zeigt, dass 80 Prozent der Menschen in der Schweiz optimistisch auf das kommende Jahr blicken. Besonders ältere Befragte und Personen mit höherem Einkommen weisen eine hohe Zuversicht auf.
Unterschiede nach Alter und Einkommen
Für die Studie wurden 1.866 Personen in der Deutsch- und in der Westschweiz befragt. "Unsere Studie zeigt, dass Zuversicht nicht im luftleeren Raum entsteht, sondern dort wächst, wo Menschen Halt, Nähe, Ermutigung sowie finanzielle Sicherheit erleben", erklärt, wie Euronews berichtet, Head of Marketing & Market Communication bei Helvetia Schweiz Markus Bucheli. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Zuversicht in der Deutschschweiz im Vergleich zur Westschweiz besonders stark ausgeprägt ist. Zudem zeigen sich ältere Menschen über 65 Jahre mit 86 Prozent deutlich optimistischer als die unter 50-Jährigen, von denen 76 Prozent positiv in die nahe Zukunft blicken.Auch das Einkommen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Lebenshaltung. Je jünger die Befragten sind, desto höher bewerten sie den Stellenwert finanzieller Mittel. Bei Personen, die weniger als 4.000 CHF (etwa 3.700 Euro) im Monat verdienen, sinkt der Anteil der Zuversichtlichen auf 69 Prozent. Zwischen den Geschlechtern gibt es hingegen kaum Unterschiede bei der positiven Sicht auf die Zukunft.
Lebensziele und Sorgen der Schweizer
Als wichtigstes Lebensziel nennen 77 Prozent der Befragten den Wunsch, gesund älter zu werden. Etwa die Hälfte träumt von Reisen oder einer Weltreise. Freundschaften, Liebe, Familie und Gesundheit liegen mit rund 50 Prozent an der Spitze der Zuversichtsquellen. Zudem glauben 81 Prozent derjenigen, die sich eine Familie wünschen, dieses Ziel zu erreichen oder haben es bereits realisiert.Demgegenüber bereitet das Gesund-alt-Werden 45 Prozent der Schweizer Sorgen, während 43 Prozent potenzielle Probleme beim finanziellen Wohlstand sehen. Fehlende finanzielle Mittel sowie nicht beeinflussbare Faktoren wie Gesundheit und Schicksal werden als größte Hindernisse für die eigenen Lebensziele wahrgenommen.
Politischer Kontext und internationaler Vergleich
Im Juni hatten die Schweizer Wähler bei einer Volksbefragung der Initiative der SVP gegen Zuwanderung eine Absage erteilt. Besonders in der Westschweiz und in den Städten wurde die Vorlage abgelehnt. Zuvor feierten die Schweizer den Erfolg ihrer Fußballnationalmannschaft, die bei der Weltmeisterschaft das Viertelfinale erreichte und gegen Argentinien ausschied.Im jüngsten Weltglücksbericht belegt die Schweiz den zehnten Platz, hinter den führenden Ländern Finnland, Island und Dänemark. Deutschland konnte sich im Vergleich zu 2025 um fünf Positionen auf Platz 17 verbessern.