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Eskalation im Nahen Osten: USA und Iran setzen gegenseitige Angriffe fort

Nach erneuten Angriffen der iranischen Revolutionsgarden auf US-Stützpunkte droht US-Präsident Donald Trump mit der Zerstörung der iranischen Infrastruktur. Die militärischen Spannungen in der Region nehmen weiter zu.

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Die militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind nach gegenseitigen Angriffen im Nahen Osten erneut eskaliert. Die Islamischen Revolutionsgarden attackierten US-Einrichtungen in Bahrain und Kuwait, woraufhin das US-Militär mit einer mehrstündigen Welle von Luftschlägen reagierte. Die Entwicklungen gefährden die fragile Waffenruhe in der Region und drohen in einen offenen Krieg zu münden.
Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) haben nach eigenen Angaben am frühen Mittwoch Einrichtungen der US-Fünften Flotte in Bahrain – Führungs- und Logistikzentren, Treibstofflager und Depots für militärisches Gerät – sowie einen US-Stützpunkt in Kuwait angegriffen. Sie kündigten an, die Angriffe auf US-Militärziele in der Region fortzusetzen. Der Angriff Teherans fällt in eine Phase intensiver US-Militäroperationen. Bereits am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump die Blockade iranischer Schiffe in der Straße von Hormus wieder in Kraft gesetzt.

Angriffe und Raketenalarm in der Golfregion

In Bahrain und Kuwait wurden am frühen Mittwochmorgen Raketenalarmwarnungen ausgelöst, als beide Staaten erneut unter iranischen Beschuss gerieten. Solche Angriffe sind inzwischen Alltag und belasten die ohnehin fragile Waffenruhe in dem Krieg weiter. Auch die Behörden in Jordanien meldeten, sie hätten drei anfliegende iranische Raketen abgeschossen. Die Armee Kuwaits erklärte, ihre Luftverteidigung habe „feindliche“ Drohnenangriffe aus dem Iran abgewehrt. Die iranische Armee teilte mit, sie habe zum zweiten Mal US-Militäranlagen auf dem jordanischen Luftwaffenstützpunkt Asraq ins Visier genommen und Angriffe auf alle drei Staaten geflogen. US-Admiral Brad Cooper, Chef des Zentralkommandos der Marine, bestätigte in einer Erklärung, dass Iran Dutzende Raketen und Drohnen auf die benachbarten arabischen Golfstaaten abgefeuert habe, wie Euronews berichtet.
Nach Angaben des US-Militärs führten seine Kräfte eine weitere Angriffswelle durch, als die Blockade wieder in Kraft gesetzt wurde. Über sieben Stunden griffen sie Dutzende Ziele an, teilte das Zentralkommando der US-Streitkräfte am Mittwoch mit. „US-Kampfflugzeuge, Drohnen und Kriegsschiffe setzten während der siebenstündigen Angriffswelle Präzisionsmunition gegen iranische Raketen- und Drohnenstellungen, Marinekapazitäten und Küstenverteidigungssysteme ein, um Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, die Handelsschifffahrt und zivile Besatzungen zu bedrohen“, schrieb CENTCOM auf X.

Trumps Drohungen gegen die iranische Infrastruktur

Unterdessen hatte Trump bereits zuvor damit gedroht, iranische Kraftwerke anzugreifen, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. In einem Fernsehinterview kündigte er an, die Vereinigten Staaten würden in der kommenden Woche Kraftwerke und Brücken ins Visier nehmen. „Die Energieziele hebe ich mir bis zum Schluss auf, aber am Ende werden wir auch die Energieziele angreifen“, sagte Trump am Dienstagabend in einem Interview mit Fox News. „Wir werden all ihre Kraftwerke ausschalten. Wir werden ihre Brücken ausschalten, es sei denn, sie setzen sich an den Tisch und verhandeln“, fügte er hinzu. Es ist nicht das erste Mal, dass er diese Drohung ausspricht.
Nach Berichten lokaler Medien erklärten die Islamischen Revolutionsgarden, ihre Angriffe seien eine Reaktion auf amerikanische Militäreinsätze und Versuche, die Straße von Hormus zu kontrollieren. Setze Washington seine Bemühungen fort, die Öl- und Gasexporte der Region durch die Kontrolle der Seewege zu unterbinden, werde die IRGC andere Energiekorridore schließen, die US-Interessen und die seiner Partner bedienen, hieß es in einer Stellungnahme, aus der lokale Medien zitieren. Darin kündigten die Gardisten an, die Energieexporte der Region würden „für alle oder für niemanden“ verfügbar sein. Konkrete Routen, die Iran blockieren könnte, wurden nicht genannt.
Die USA hatten die Blockade erstmals Mitte April verhängt und Mitte Juni wieder aufgehoben – einen Tag nach Unterzeichnung eines Übergangsabkommens, das eine Frist von 60 Tagen für Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm vorsieht. Die Gespräche liegen jedoch auf Eis, seit die Kämpfe um die Straße von Hormus weiter eskaliert sind.

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