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Ukraine intensiviert Angriffe auf russische Schiffe und Ölraffinerien

Kiew meldet zahlreiche Treffer auf russischen Schiffen im Asowschen Meer, während in Sewastopol nach Angriffen der Strom rationiert wird. Auch Russland setzt seine Luftangriffe fort.

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Die Ukraine hat ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien und Schiffe im Asowschen Meer intensiviert, was zu erheblichen Einschränkungen führt. Gleichzeitig setzt Russland seine Angriffe mit Drohnen und Raketen auf ukrainische Ziele fort, wobei auch ein ziviles Schiff getroffen wurde. Die Angaben der Konfliktparteien lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Schiffe und Infrastruktur

Nach Angaben von Drohnenstreitkräfte-Kommandeur Robert Browdi wurden bei Drohnenangriffen elf russische Schiffe getroffen, darunter fünf Tanker, fünf Frachtschiffe und ein Schlepper. Insgesamt habe die Ukraine in den vergangenen neun Tagen 116 Schiffe getroffen, um Russlands Schattenflotte zu beschädigen und die Benzinversorgung auf der annektierten Halbinsel Krim einzuschränken, wie die Tagesschau berichtet. Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete die Angriffe als "Terrorismus". Das russische Landwirtschaftsministerium erklärte, dass derzeit "alternative Schifffahrtsrouten ausgearbeitet" würden. Die Lage im Asowschen Meer werde weder die Lebensmittelversorgung des Binnenmarktes noch Russlands Exportfähigkeit beeinträchtigen.
Auf der von Moskau kontrollierten Krim kommt es nach den Angriffen in der Großstadt Sewastopol zu stundenlangen Stromausfällen. Wie örtliche Behörden mitteilten, gibt es vorerst nur noch für zwei Stunden Strom, gefolgt von sechsstündigen Ausfällen. Gouverneur Michail Raswoschajew rief die Bevölkerung auf, möglichst auf Geräte mit hohem Stromverbrauch zu verzichten. Zudem meldeten russische Behörden ein Feuer in der Ölraffinerie Afipski in der Region Krasnodar. Medien berichteten zudem über einen Treffer in einer Raffinerie in Salawat, rund 1.400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Flugabwehr habe in der Nacht 288 ukrainische Drohnen abgefangen.

Russische Angriffe auf zivile und militärische Ziele

Russland setzte seine Angriffe ebenfalls fort. Marine-Sprecher Dmytro Pletentschuk teilte der Nachrichtenagentur Reuters mit, dass russische Streitkräfte ein ziviles Schiff nahe dem Schwarzmeerhafen Odessa getroffen haben. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe nahmen eine ballistische Rakete und 25 russische Drohnen in der Nacht zum Dienstag insgesamt 17 Orte ins Visier. Laut Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko wurde unter anderem eine Schule durch herabfallende Trümmerteile beschädigt. Das russische Verteidigungsministerium teilte hingegen mit, dass die Angriffe auf militärische Produktionsstätten für Raketen und Drohnen in der ukrainischen Hauptstadt gezielt hätten.

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