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Konflikt im Nahen Osten treibt Ölpreise und belastet Aktienmärkte

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten führen zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise. Gleichzeitig geraten die internationalen Aktienmärkte unter Druck, während Anleger gespannt auf die neuen Quartalszahlen blicken.

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Die eskalierenden Konflikte im Nahen Osten haben zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt und belasten die internationalen Finanzmärkte. Während die Sorge vor Lieferengpässen über wichtige Seewege wächst, verzeichnen wichtige Aktienindizes in Asien und den USA Kursverluste. Anleger richten ihren Blick nun auf die anstehenden Quartalsberichte großer US-Banken.

Spannungen an der Straße von Hormus treiben Ölpreis

Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent stieg auf gut 84 Dollar je Barrel, nachdem er bereits am Montag um fast zehn Prozent zugelegt hatte, wie Euronews berichtet. Die US-Referenzsorte WTI verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 79,20 Dollar je Barrel. Damit liegen die Ölpreise weiterhin deutlich unter ihrem Höchststand aus Kriegszeiten von knapp 120 Dollar je Barrel. Die Unsicherheit über die Stabilität der Lieferwege nimmt jedoch zu, da sowohl die USA als auch der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus beanspruchen. Terminkontrakte auf US-Aktien verzeichneten ein Minus von 0,3 Prozent. Die USA flogen weitere Angriffe auf Ziele im Iran, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, Washington setze eine Blockade des Landes in der Meerenge wieder in Kraft. Aufgrund der Kämpfe in der Region können Öltanker die Wasserstraße nicht nutzen, wodurch Lieferungen aus dem Persischen Golf ausbleiben und die weltweiten Treibstoffpreise steigen.

Kursverluste an den internationalen Börsen

Im asiatischen Handel gab der Nikkei 225 in Tokio um ein Prozent auf 66.574,96 Punkte nach, während der südkoreanische Kospi um 3,2 Prozent auf 6.589,37 Zähler verlor. Der Shanghai Composite sank um 0,8 Prozent auf 3.884,32 Punkte, obwohl Chinas Exporte im Juni laut Regierungsangaben um 27 Prozent über dem Vorjahreswert lagen, angetrieben durch eine starke Nachfrage nach Computerchips und KI-Technologie. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index leicht um 0,1 Prozent auf 24.230,46 Punkte, während der australische S&P/ASX 200 um 0,5 Prozent auf 8.767,00 Zähler nachgab. An der Wall Street sank der S&P 500 am Montag um 0,8 Prozent, nachdem er zuvor in vier der vergangenen fünf Wochen Gewinne verzeichnet hatte. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,3 Prozent, und der technologielastige Nasdaq Composite gab um 1,6 Prozent nach. Halbleiterwerte wie Micron Technology gehörten mit einem Minus von 4,4 Prozent zu den größten Verlierern, womit sich der bisherige Jahresanstieg von 243,1 Prozent verringerte. Es wächst die Sorge, dass die Kurse zu stark gestiegen sind und die Nachfrage nachlässt, falls Künstliche Intelligenz nicht die erwarteten Gewinne bringt. Nvidia verlor 3,5 Prozent und belastete den S&P 500 stark.

Fokus auf anstehende Quartalszahlen

In dieser Woche richtet sich die Aufmerksamkeit an der Wall Street auf die Geschäftsberichte. Am Dienstag veröffentlichen unter anderem Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Wells Fargo ihre Quartalszahlen. Analysten erwarten laut Daten des Finanzdienstleisters FactSet, dass die Unternehmen im S&P-500-Index ihre Gewinne im Jahresvergleich um insgesamt 23,6 Prozent steigern. Sollte sich dies bestätigen, wäre es das zweite Quartal in Folge mit einem Plus von über 20 Prozent. Ein kräftiges Wachstum ist nötig, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen. Ein dauerhaft höherer Ölpreis könnte zudem die Inflation anheizen und die US-Notenbank Federal Reserve sowie andere Zentralbanken zu weiteren Zinserhöhungen zwingen, was die Konjunktur bremsen würde. Im frühen Devisenhandel am Dienstag fiel der US-Dollar leicht auf 162,34 japanische Yen, während der Euro von 1,1381 auf 1,1391 Dollar stieg.

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