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Spanischer Regierungschef fordert nationalen Klimapakt nach verheerendem Waldbrand

Nach den schweren Bränden in der Provinz Almería mit mehreren Todesopfern drängt die spanische Regierung auf verstärkte Prävention. Ein geplanter Staatsbesuch musste aufgrund der Katastrophe verschoben werden.

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Nach dem verheerenden Waldbrand in der spanischen Gemeinde Los Gallardos hat der spanische Regierungschef einen breiten Pakt gegen die Klimakrise gefordert. Bei dem Brand in der Provinz Almería starben mindestens 13 Menschen, weitere 23 Personen werden noch vermisst. Der Regierungschef betonte bei seinem Besuch vor Ort die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen gegen die zunehmende Klimanotlage.
Spanischer Regierungschef Pedro Sánchez besuchte am Montag das Einsatzleitzentrum des Waldbrands in Los Gallardos. Vor seinem Auftritt vor der Presse überflog er im Hubschrauber die betroffenen Gebiete, wobei Start und Landung am Einsatzleitpunkt in Turre erfolgten. Nach der Inspektion betonte er, dass der Klimawandel „eine große Herausforderung“ darstellt und seine Folgen bereits in ganz Spanien und Europa sichtbar sind. „Alle staatlichen Ebenen müssen dieser Herausforderung gewachsen sein“, sagte Sánchez, wie Euronews berichtet.

Forderung nach einem nationalen Klimapakt

Bei einem gemeinsamen Auftritt mit Präsident der Junta de Andalucía Juanma Moreno betonten beide die enge Abstimmung der Verwaltungen, um die Notlage zu bewältigen. Zudem trafen sie die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden. Moreno würdigte besonders die Arbeit der Militärischen Notfalleinheit (UME), deren Einsatz er als „immer bereit, immer leistungsfähig und stets an vorderster Front“ bezeichnete. Beide sind sich einig, dass der Sommer in Sachen Bränden besonders schwierig wird, und riefen zu höchster Wachsamkeit und Reaktionsfähigkeit auf. „Deshalb ist es wichtig, an den Vorschlag der Regierung zu erinnern, einen großen Pakt gegen die Klimanotlage zu schmieden. Wir dürfen nicht nur reagieren, sondern müssen vorbeugen“, sagte Sánchez. Zudem warnte er vor Ort, dass „der Klimawandel tötet“.

Lage vor Ort und Suche nach Vermissten

Der Brand von Los Gallardos, der nach vier Tagen intensiver Arbeit stabilisiert ist, hinterlässt vorläufig eine Bilanz von 13 Todesopfern und 23 Vermissten, 10 Vermisstenanzeigen und fast 7.000 verbrannten Hektar. Mehr als 200 Einsatzkräfte am Boden, mehrere Tanklöschfahrzeuge, Hubschrauber, Amphibienflugzeuge und Einheiten der UME waren an den Löscharbeiten beteiligt. In den vergangenen Stunden konzentrierten sich die Arbeiten darauf, die Glutnester zu kühlen und die Suche nach den Vermissten fortzusetzen. Während der Notlage wurden rund 1.600 Menschen aus verschiedenen Orten evakuiert. Die meisten sind inzwischen in ihre Wohnungen zurückgekehrt, die größtenteils nicht von den Flammen betroffen sind.

Verschiebung offizieller Termine

Der Besuch von Sánchez in Almería machte es notwendig, die institutionelle Veranstaltung in La Línea de la Concepción zur Demontage des Grenzzauns zu Gibraltar zu verschieben. Nach Angaben aus dem Regierungssitz Moncloa soll die Zeremonie nun am kommenden Mittwoch, dem 15., stattfinden. In den vergangenen Tagen besuchten auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska, Minister für Präsidialamt, Justiz und Beziehungen zu den Cortes Félix Bolaños sowie Verteidigungsministerin Margarita Robles das Einsatzleitzentrum. Robles kündigte am Sonntag an, dass die UME „so lange wie nötig“ vor Ort bleiben werde, obwohl das Feuer bereits unter Kontrolle ist und die Notlage von Stufe zwei auf Stufe eins herabgestuft wurde. Der Besuch reiht sich ein in weitere Reisen von Sánchez nach Andalusien im Jahr 2026 aus Anlass großer Notlagen, etwa nach dem Zugunglück von Adamuz oder den Überschwemmungen durch die Winterstürme in Grazalema.

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