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Militärische Konflikte im Nahen Osten lassen Ölpreise und Finanzmärkte reagieren

Nach neuen Angriffen in der Straße von Hormus steigen die Ölpreise deutlich. Gleichzeitig geraten die internationalen Aktienmärkte unter Druck, während Anleger auch die Entwicklung von KI-Werten im Blick behalten.

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Nach neuen militärischen Spannungen in der Straße von Hormus sind die internationalen Ölpreise deutlich gestiegen. Die Angriffe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran belasten die globalen Finanzmärkte und schüren Ängste vor einer steigenden Inflation. Gleichzeitig verzeichnen die asiatischen und US-amerikanischen Aktienmärkte teils deutliche Kursverluste, während die Volatilität bei Technologie- und KI-Werten anhält.
Der Preis für die internationale Referenzsorte Brent-Rohöl stieg um drei Komma neun Prozent auf 78,96 Dollar je Barrel, während der US-Referenzpreis um vier Prozent auf 74,26 Dollar je Barrel zulegte. Zuvor waren die Preise beider Sorten auf das Niveau vor Beginn des Kriegs mit dem Iran zurückgefallen, nachdem eine vorläufige Vereinbarung den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vorübergehend wieder ermöglicht hatte. Wie Euronews berichtet, griffen die Vereinigten Staaten den Iran am frühen Montagmorgen jedoch in mehreren Wellen an. Auslöser war ein iranischer Angriff auf ein Containerschiff in der Straße von Hormus am Wochenende, bei dem das Schiff in Brand geriet und ein Besatzungsmitglied als vermisst gilt. Der Iran reagierte darauf mit Angriffen auf Länder in weiten Teilen des Nahen Ostens.

Reaktionen an den internationalen Finanzmärkten

Die geopolitischen Spannungen hinterlassen deutliche Spuren an den Börsen. Terminkontrakte auf US-Aktienindizes gaben nach: Der Future auf den S&P 500 fiel um null Komma vier Prozent, der auf den Dow Jones Industrial Average um null Komma drei Prozent und die Futures auf den Nasdaq Composite verloren ein Prozent. Im asiatischen Handel gab der Nikkei-225-Index in Tokio um ein Komma eins Prozent auf 67.786,86 Punkte nach. In Seoul verlor der Kospi fünf Komma sechs Prozent und schloss bei 7.060,69 Punkten. Besonders hart traf es den südkoreanischen Speicherchiphersteller SK Hynix, dessen Aktien in Seoul um zehn Komma sechs Prozent einbrachen, nachdem sie am Freitag bei ihrem Wall-Street-Debüt noch um 13 Prozent gestiegen waren. Der größere Konkurrent Samsung Electronics verlor sechs Komma sieben Prozent. Andernorts in Asien legte der Hang-Seng-Index in Hongkong um null Komma eins Prozent auf 24.202,41 Punkte zu, während der Shanghai Composite um ein Komma zwei Prozent auf 3.947,34 Punkte nachgab. In Australien verlor der S&P/ASX 200 um null Komma drei Prozent auf 8.777,00 Punkte.

Entwicklung bei KI-Werten und bevorstehende Berichtssaison

Am Freitag waren die US-Aktien noch leicht gestiegen, da Anleger die Nachfrage nach Werten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz aufrechterhielten. Der S&P 500 rückte um null Komma vier Prozent vor, während der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq Composite jeweils um null Komma drei Prozent zulegten. SK Hynix hatte zuvor durch den Verkauf von American Depositary Shares zu je 149 Dollar rund 26,5 Milliarden Dollar eingesammelt. Obwohl die in Seoul notierten Aktien des Unternehmens im vergangenen Jahr um mehr als 600 Prozent gestiegen waren, wächst nun die Sorge vor zu hohen Bewertungen im KI-Sektor. Am Freitag war Nvidia mit einem Plus von vier Prozent der wichtigste Kurstreiber im S&P 500. Neben der Unsicherheit im KI-Sektor richten Anleger ihren Blick auf die anstehende Berichtssaison, in der unter anderem große US-Banken wie Bank of America, Citigroup, JPMorgan Chase, Goldman Sachs und Wells Fargo ihre Ergebnisse vorlegen.Die Sorge über die Auswirkungen der Kämpfe mit dem Iran auf den weltweiten Ölfluss belastet den Ausblick für die Energiekosten und die Inflation. Hohe Anleiherenditen drücken weltweit auf die Finanzmärkte, da teureres Öl und eine anhaltend hohe Inflation die US-Notenbank Federal Reserve und andere Zentralbanken zu weiteren Zinserhöhungen veranlassen könnten. Höhere Zinsen können zwar helfen, die Inflation zu dämpfen, bremsen jedoch zugleich das Wirtschaftswachstum und belasten die Kurse aller Anlageklassen.

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