Europäische Staaten gründen Koalition zur Raketenabwehr mit der Ukraine
Deutschland, Frankreich und weitere europäische Länder haben ein Bündnis zur Abwehr ballistischer Raketen ins Leben gerufen. Die Koalition soll die europäische Sicherheit stärken und arbeitet eng mit Kiew zusammen.
Deutschland, Frankreich und weitere europäische Länder haben gemeinsam mit der Ukraine eine neue Koalition zur Raketenabwehr gegründet. Ziel des Bündnisses ist der Aufbau einer gemeinsamen Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Raketen für Europa. Die Staaten wollen dabei insbesondere auf die Erfahrungen Kiews im Abwehrkampf gegen Russland zurückgreifen. In einer gemeinsamen Mitteilung hieß es, das Ziel sei, "eine gemeinsame Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Raketen für Europa aufzubauen." Weiter wurde erklärt: "Dies ist nicht gegen die Bevölkerung eines anderen Landes gerichtet, sondern zur Verteidigung unserer eigenen Bevölkerung." Neben Deutschland und Frankreich sind auch Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien an dem Vorhaben beteiligt, wie die Tagesschau berichtet. Einen zeitlichen Rahmen für das Projekt nannten die Länder zunächst nicht, jedoch seien auch andere Staaten eingeladen, sich anzuschließen.
Fokus auf industrieller Zusammenarbeit
Angesichts der neuen Initiative äußerte sich französischer Präsident Emmanuel Macron zu den Beweggründen: "Angesichts der ballistischen Bedrohung treffen wir eine klare Entscheidung: Wir schützen die Ukraine, stärken unsere gemeinsame Sicherheit und bauen ein Europa der Verteidigung auf". Das Ziel des neuen Bündnisses sei eine industrielle Zusammenarbeit, um bestehende Raketenabwehrsysteme zu ergänzen. Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich bei Macron dafür, das neue Gremium auf den Weg gebracht zu haben. "Starke und ausreichende Abwehrfähigkeiten gegen ballistische Raketen sind entscheidend, um Russlands Krieg gegen die Ukraine zu beenden", erklärte er.
Lizenz für Patriot-Systeme
Zudem hatte US-Präsident Donald Trump der Ukraine vergangene Woche zugesagt, dass sie mit einer Lizenz Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot gegen ballistische Raketen bauen dürfe. Experten warnen allerdings, dass die Umsetzung dieses Produktionsvorhabens wahrscheinlich Jahre dauern würde.
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