Lage nach verheerendem Waldbrand in Südspanien entspannt sich langsam
Nach dem schweren Waldbrand in der Provinz Almería können erste evakuierte Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. Die Einsatzkräfte suchen weiterhin nach Glutnestern, während die Identifizierung der Todesopfer läuft.
Der verheerende Waldbrand bei Los Gallardos in der südspanischen Provinz Almería breitet sich derzeit nicht weiter aus, da nachlassender Wind und eine höhere Luftfeuchtigkeit die Löscharbeiten begünstigen. Während sich die Lage deutlich entspannt hat und erste Evakuierte in ihre Häuser zurückkehren können, laufen die Untersuchungen zu Vermissten und Todesopfern weiter. Insgesamt wurden durch das Feuer nach aktuellen Angaben rund 6.600 Hektar Land zerstört.
Entspannung der Lage und Rückkehr von Bewohnern
Am Samstagabend bestätigte Regionalminister für Gesundheit, Präsidentschaft und Notfälle Antonio Sanz die Rückkehr von mehr als 600 zuvor evakuierten Menschen. In Lubrín hob er das dortige Ausgangsverbot auf. Ganz vorbei ist die Räumung jedoch noch nicht, wie Euronews berichtet. Von den rund 1.400 Menschen, die in den ersten Stunden ihre Häuser verlassen mussten, sind viele weiterhin in Zweitwohnungen oder Hotels untergebracht, wobei die Zentralregierung die Kosten übernimmt.
Untersuchung von Gebäudeschäden
Die Guardia Civil prüft derzeit Haus für Haus im betroffenen Gebiet. Von den 250 bisher inspizierten Gebäuden steht die große Mehrheit ohne nennenswerte Schäden noch. Diese Zahl mindert die Sorge, dass das Feuer das Eigentum derjenigen vernichtet hat, die überstürzt fliehen mussten, auch wenn sie dem Geschehen nicht seine Schwere nimmt. Zuvor hatten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz und der Militärischen Notfalleinheit (UME) die Nacht damit verbracht, kleinere Glutnester zu bekämpfen und den Brandrand zu sichern. Mithilfe von Drohnen suchten sie in den Orten El Chive, Lubrín, El Marchal, Bédar und Los Gallardos nach versteckten Glutnestern und kontrollierten gemeinsam mit der Guardia Civil Straßen sowie abgelegene Häuser.
Vermisstenmeldungen und Identifizierung der Opfer
Das Oberste Gericht Andalusiens teilte am Samstagabend mit, dass eine weitere Vermisstenanzeige eingegangen ist, womit die Zahl der offiziell als vermisst gemeldeten Personen auf acht stieg. Davon zu unterscheiden ist die Zahl der Menschen, zu denen Angehörige vorübergehend keinen Kontakt hatten; hier sprach die Regionalregierung am Samstagmorgen von 23 Personen, deren Aufenthaltsort zunächst unbekannt war. Solche Fälle klären sich häufig nach Wiederherstellung der Kommunikationsverbindungen. Parallel dazu verfügt der Bereich Biologie des kriminaltechnischen Dienstes der Guardia Civil bereits über die genetischen Profile der zwölf Todesopfer. Deren Identifizierung steht noch aus, da die Proben für den notwendigen Abgleich mit engen Angehörigen teilweise noch auf dem Weg nach Spanien sind.
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