Die Parlamentswahlen in Israel finden am 27. Oktober statt. Dies teilte die Knesset am Sonntag in Jerusalem mit. Die Abstimmung gilt als wichtiger Test für den amtierenden Regierungschef. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu tritt als Spitzenkandidat seiner rechtsgerichteten Likud-Partei erneut an und kündigte bereits an, nach den Wahlen eine möglichst breite Koalition bilden zu wollen. "Ich beabsichtige, eine breit aufgestellte nationale Regierung zu bilden, keine rechtsgerichtete Regierung, keine linksgerichtete Regierung, die von arabischen Parteien abhängig ist, sondern eine breit aufgestellte nationale Regierung", sagte Netanjahu Ende Juni in einer Fernsehansprache. Der 76-Jährige regiert derzeit auch mit Rechtsextremisten. Netanjahu steht bislang insgesamt seit mehr als 18 Jahren israelischen Regierungen vor und damit länger als jeder andere Ministerpräsident des Landes.
Herausforderungen für den Regierungschef
Seit mehr als fünf Jahren läuft gegen Netanjahu ein Prozess wegen Korruption. In Umfragen vor den Wahlen liegt er klar zurück. Eine Mehrheit der Israelis macht Netanjahu für das Versagen der israelischen Sicherheitskräfte bei dem Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verantwortlich. Als sein Hauptrivale im Kampf um das Ministerpräsidentenamt gilt ehemaliger Generalstabschef Gadi Eisenkot.
Historische Legislaturperiode
Das aktuelle Parlament tagt am Freitag zum letzten Mal und hat damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten bis zum Ende der regulären Legislaturperiode durchgehalten.
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