Schwere Luftangriffe auf Kiew fordern mehrere Verletzte
Bei erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden mindestens zehn Menschen verletzt. Bundesaußenminister Wadephul plädiert angesichts der Lage für baldige Verhandlungen.
In der Nacht ist die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut Ziel schwerer russischer Angriffe mit Raketen und Drohnen geworden. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden dabei mindestens zehn Menschen verletzt, darunter auch ein Kind. Die Angriffe verursachten zudem Brände und Sachschäden in mehreren Stadtbezirken. In der Stadt kam es zu einer Reihe schwerer Explosionen, wie die Tagesschau berichtet. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland die Hauptstadt mit sechs ballistischen Raketen, sechs Marschflugkörpern und 121 Drohnen an. Davon seien mindestens zwei Marschflugkörper und 111 Drohnen abgewehrt worden. In mehreren Bezirken brachen infolge der nächtlichen Attacken Brände aus. Nach vorläufigen Angaben von Tkatschenko gab es Schäden in einem Stadtbezirk im Ostteil der Stadt. Im Westteil Kiews brach demnach ein Brand in einem Bürogebäude aus, zudem wurde ein unbewohntes Gebäude beschädigt.
Wadephul fordert Verhandlungen
Trotz der anhaltenden Angriffe zeigte sich Bundesaußenminister Johann Wadephul überzeugt davon, dass jetzt ein guter Zeitpunkt für Verhandlungen in dem Konflikt sei. "Wir sollten jetzt einen sehr ernsthaften Versuch unternehmen", sagte er dem Tagesspiegel. Weder der Ukraine-Krieg noch der Iran-Krieg würden "auf dem Schlachtfeld entschieden", erklärte der Minister weiter. Die Angriffe Russlands und Irans rund um den NATO-Gipfel seien kein Zufall gewesen und hätten Stärke demonstrieren sollen. Die auf dem Gipfel beschlossenen Finanzzusagen seien jedoch eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass die Ukraine den längeren Atem habe und Russland nun verhandeln müsse.
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